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Der erste Schritt zum Schwimmen lernen ist nicht, wie man meinen könnte, das Erlernen der Schwimm- oder Atemtechnik, sondern die Wassergewöhnung. Warum das so ist und wie ihr die Teilnehmer eures Schwimmkurses zu schnellen Erfolgen beim Schwimmen lernen verhelft, lest ihr in diesem Beitrag.
Schwimmen lernen ist weit mehr, als nur den Bewegungsablauf des Schwimmens zu kennen und umzusetzen. Denn beim Schwimmen ist man umgeben von einem anderen Element. Das kann dem ein oder anderen Angst machen. Die Wassergewöhnung ist darum der erste Schritt zum Schwimmen lernen, bevor es an die Grundfertigkeiten und die Schwimmtechnik geht. Danach erfolgt die Basisstufe beim Schwimmen - quasi das "über Wasser bleiben" und mit ausreichend Übung, Erfahrung und Ausdauer das sichere Schwimmen.
4 + 1 - auch die Theorie ist wichtig. Bringt euren Schwimmkursteilnehmenden gleich von Anfang an die Baderegeln bei - spätestens beim Bronzeabzeichen sind sie Pflicht. Wir haben sie kindgerecht aufbereitet und für euch zum Download bereitgestellt:
Um den Aufenthalt im Wasser genießen zu können, müssen sich die angehenden Schwimmer sicher fühlen. Macht darum das Wasser zum Erlebnis - zu etwas Tollem, Faszinierendem und Aufregendem und lasst eure Teilnehmenden es mit allen Sinnen erleben. Hier ein paar Übungsbeispiele:
Hören im Wasser: Immer zwei Schwimmlernende finden sich zusammen. Einer summt unter Wasser ein Kinderlied. Der oder die andere taucht mit dem Kopf unter oder mit einem Ohr ein und versucht zu hören, welches Lied das ist. Was kann man unter Wasser verstehen?
Sehen unter Wasser: Warum sieht man mit Schwimmbrille besser als ohne? Wie bekomme ich das Wasser aus den Augen? Warum brennt Chlorwasser, wenn man die Augen reibt? Warum nicht, wenn man das Wasser wegblinzelt? Verteilt auf dem Beckenboden mehrere Gegenstände wie Tiere, Tauchringe oder Alltagsgegenstände. Die Schwimmschüler müssen versuchen, zu erkennen, was es ist. Auch beliebt ist das Fingerzeigen unter Wasser. Dafür müssen die Teilnehmer allerdings abtauchen!
Fühlen im Wasser: Wie fühlt sich das Wasser an? Ist es kalt oder warm? Zur Orientierung: Für das Babyschwimmen sollte die Wassertemperatur 30 bis 32 Grad betragen. Für das Sportschwimmen etwa 28 Grad. Als Übung für das Fühlen könnt ihr, die Teilnehmer mit der Hand durch das Wasser gleiten lassen; erst mit der Faust, dann mit geschlossenen und anschließend mit gespreizten Fingern. Das Wassergefühl ist mit jeder Handstellung anders.
Lage im Wasser: Im Wasser kann der Körper Aufsteigen, Schweben und Absinken. Das hat mit den physikalischen Regeln der Gewichtskraft und der Auftriebskraft zu tun. Lernt mit den Kindern spielerisch den Auftrieb des Wassers kennen. Die perfekte Übung ist dafür der Seestern: Auf den Rücken legen, Arme und Beine wie ein Seestern abspreizen. Atmet man ein, steigt man auf. Atmet man aus sinkt man nach unten.
Übrigens fängt die Wassergewöhnung der Kids schon Zuhause an. Bittet die Eltern im Badezimmer zu üben: Das Wasser beim Duschen übers Gesicht laufen lassen oder beim Baden mit dem Kopf unterzutauchen. Das alles hilft den Kindern, die Angst vor dem Wasser abzubauen.
Fühlen sich alle wohl im Wasser und haben das Element lieben gelernt, kann es an die folgenden Grundtechniken gehen:
Sind die Grundfertigkeiten erworben geht es daran, die Techniken der Schwimmarten Brustschwimmen, Rückenkraulschwimmen sowie Kraulschwimmens zu erlernen. Die Bewegungsabläufe der Arme müssen nun mit denen der Beine zusammengebracht werden. Das Zusammenspiel zu optimieren und dabei an Ausdauer zu gewinnen, ist der Weg zum sicheren Schwimmen.
Wie lange es dauert, bis man schwimmen kann, ist ganz individuell und hängt von der körperlichen Beweglichkeit, Motorik und Konstitution ab. Wichtig ist, jeder Person sein ganz eigenes Tempo zu gestatten. Das Gras wächst eben nicht schneller, wenn man daran zieht. Ob Schulkind oder Erwachsene, in der Regel sind 30 Schwimmeinheiten á 45 Minuten erforderlich, um Schwimmen zu lernen.
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