Faszien-Yoga: Für einen elastischen und flexiblen Körper

Der neuste Yoga-Trend

Gerade erst haben wir gelernt, was der Unterschied zwischen Yoga Stilen wie Vinyasa, Kundalini- oder Power-Yoga ist, da kommt schon der nächste Trend aus der Welt der fernöstlichen Bewegungslehre. Seit Neustem ist Faszien-Yoga in aller Munde: Yoga-Lehrer, Fitness-Blogger und Wellness-Fans berichten gleichermaßen begeistert von der innovativen Körpertherapie. Ein guter Grund also um sich mit Faszien-Yoga mal näher zu befassen und seine Vorteile kennenzulernen.

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Faszien: Das unterschätzte Gewebe

Bis vor wenigen Jahren war Faszie ein kaum erwähnter Begriff. Das mag daran liegen, dass erst vor Kurzem die volle Bedeutung der Faszien von Wissenschaftlern erkannt wurde. Wir erklären euch, wieso sie so wichtig sind: Die aus Kollagen bestehenden Faszien sind feine Häute, die als Bindegewebe u. a. unsere Muskeln, Organe und Nerven umhüllen und sie voneinander abgrenzen. Dieses Spannungsnetzwerk umfasst den ganzen Körper, d. h. es gibt kein Anfang und kein Ende der Faszien, da sie miteinander verwoben sind. Faszien sind fundamental für die Elastizität und Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates, sie können sich den Anforderungen und Bedingung des Körpers problemlos anpassen. Diese Anpassungsfähigkeit verleiht der menschlichen Gestalt Form und Kontur. Das fasziale Bindegewebe bleibt geschmeidig und flexibel, solange es durch Bewegung stimuliert wird. Bei Bewegungsmangel, und der somit ausbleibende Stimulation des Bindegewebes, wird Kollagen abgebaut und nicht erneuert. In der Folge verkleben die Faszien, die Muskeln verhärten sich und es kommt zu Verspannungen und Schmerzen.

Faszien-Yoga: In Bewegung bleiben

Um einem unbeweglichen Körper vorzubeugen, sollten wir unsere Faszien in Bewegung halten. Selbst wer regelmäßiges Krafttraining und Sport absolviert, kann von einem Faszientraining profitieren, denn ein Bindegewebe, das durch die passenden Übungen auf Trab gehalten wird, kann Kraft besser aufnehmen und übertragen. Yoga bietet das ideale Training, um die Faszien in fließenden Bewegungen zu dehnen und damit tiefer liegende blockierte Energiebahnen zu befreien. Das Dehnen im Yoga begünstigt die Durchblutung und die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Auch die im Yoga praktizierte Achtsamkeit und Körperwahrnehmung und damit einhergehende Stressreduktion wirkt positiv auf die Faszien. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass emotionaler Stress die Faszien negativ beeinflusst: Das Gewebe verhärtet und verkürzt sich. Durch die Übungen des Yogas lernen Körper und Geist zu entspannen, was wiederum den Faszien mehr Elastizität bringt.

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Faszien-Yoga: Darum ist es so besonders

Bei jeder Bewegung werden zugleich Muskeln und Faszien beeinflusst. Je nachdem wie unsere Bewegungen aussehen, können wir jedoch einen Schwerpunkt auf die Stimulation von Faszien oder Muskeln legen. Bei einem Yoga, das die Faszien erreichen will, wird also weniger Muskelkraft aufgewendet als bei anderen Yoga-Arten. Faszien-Yoga ist daher weniger aktiv und dynamisch als vielmehr passiv und langsam. Sanfte, aber lang gehaltene Dehnungen, fließende Bewegungen und ein intensives Spüren des Körpers stehen im Vordergrund. Faszien-Yoga umfasst vier Trainingsprinzipien, die grundlegend für die Stimulation der Faszien sind: Langes Dehnen mit möglichst vielen Winkelveränderungen, Verbesserung der Körperwahrnehmung, sanftes Auf- und Abfedern der Fußballen durch springen oder pendeln und Belebung der Faszien mit der Rolle.

Einfach mal ausprobieren

Um ein Gefühl für den positiven Effekt des Faszien-Yogas zu bekommen, haben wir eine Übung für euch. Probiert sie doch gleich mal aus: Legt euch auf eure Yoga-Matte und zieht eure Beine ganz nah zur Brust heran. Legt eure Faszien-Rolle unter das Kreuzbein, passt jedoch dabei auf nicht zu sehr ins Hohlkreuz zu gehen. Rollt nun den gesamten unteren Rücken auf der Faszien-Rolle hoch und runter. Verlagert dabei euer Gewicht ganz langsam und vorsichtig von der einen auf die andere Seite und wieder zurück. Spürt dabei, wo im Körper ein leichter Schmerz entsteht, rollt weiter und atmet regelmäßig und ruhig ein und aus. Achtet darauf, dass der Schmerz nicht zu groß wird, schließlich soll kein Leiden, sondern Entspannung entstehen. Führt die Übung ca. eine Minute lang ganz langsam und sanft aus.

 

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