Wenn du auf Flüssen oder Seen eine Gruppe sportlicher Menschen auf Surfbrettern ohne Segel knien, stehen oder sitzen siehst, dann handelt es sich dabei um Stand Up Paddling - kurz SUP. Diese Freizeitsportart hat inzwischen viele Wassersportler:innen in ihren Bann gezogen. Und für alle, die das Umherpaddeln inzwischen perfekt beherrschen, gibt es eine neue Variante: SUP Yoga!
Wenn du SUP Yoga als Sportart anbieten oder einfach nur ein hochwertiges SUP Board kaufen möchtest, dann lies unseren Beitrag. Wir beantworten dir hier folgende Fragen:
- Was ist SUP- Yoga?
- Welches Board eignet sich für wofür?
- Welche Größen gibt es bei SUP Boards?
- Wofür ist die Finne und wie viele sollte ein Board haben?
- Paddels: Das ist wichtig beim Kauf
- Die richtige Pflege für SUP-Boards
- Was zieht man auf dem SUP-Board an?
Was ist SUP Yoga?
SUP Yoga steht ganz im Zeichen des körperlichen Gleichgewichts und der geistigen Balance. Denn beim Yoga auf dem Stand Up Paddle kombinieren Surfer:innen und Yogafans die fließenden Bewegungen und bewusste Atmung des Yoga mit der sanften Dynamik des Wassers. Gleichzeitig fordert es die Balance, Konzentration und Körperspannung und bietet ein sehr intensives Körpertraining. Das Faszinierende am Yoga SUP ist, da sind sich alle einig, die es bereits ausprobiert haben, dass die Verbindung des Elements Wasser mit dem bewegten Untergrund und der Natur besonders meditativ ist. Anders als auf einer Yogamatte an Land schwankt und wackelt das SUP-Board bei jeder Bewegung. Darum üben die meisten Yoga-Instructors die Abfolgen auch zuerst an Land und stellen gerade bei Anfänger:innenkursen ein weniger anspruchsvolles Programm zusammen. Gut geeignet sind zu beginn Yogaübungen mit stabilem Stand oder Sitz wie der "herabschauende Hund" oder die „Stellung des Kindes“. Fortgeschrittene wagen sich dann an Übungen im Stand wie z. B. der "Baum". Ein guter Tipp von SUP-Yoga-Profis: Wer ruhig atmet, kann die Balance besser halten!
Ganz gleich ob entspannungssuchend oder fitnessbegeistert: Wichtig ist, dass die Teilnehmenden schwimmen können. Denn auch die fortgeschrittenen SUP-Yogis und -Yoginis verlieren beim Sonnengruß ab und zu die Balance und tauchen dann ab ins kühle Nass!
Welches Board eignet sich für wofür?
Ob Stand Up Paddling oder Yoga SUP: neben bequemer Badebekleidung und einem guten Sonnenschutz brauchen deine Teilnehmenden natürlich noch die passenden SUP Boards. Doch die riesige Auswahl macht es nicht leicht, das richtige Board zu finden. Wir haben für dich zusammengefasst, was wichtig für den Kauf von SUP-Boards ist:
++ 1 Kammer vs. 2: Der Vorteil von Stand up Paddles mit nur 1 Luftkammer ist, dass diese leichter sind. Bei 2 Luftkammern kann ein Board schnell schwerer als 5 kg werden. Zudem sind Boards mit 1 Luftkammer steifer, da nicht 2 Teile miteinander verklebt sind. Der Vorteil der 2-Kammer-SUP-Boards liegt darin, dass sie 2 Ventile haben, die unabhängig voneinander aufgepumpt werden. Sinn macht ein 2-Kammern-SUP-Board also, wenn du einen großen See damit überquerst oder lange Touren machst und dich sorgst, dass das Board dabei kaputt geht. Für SUP-Yoga eignet sich ein 1-Kammer-Board besser.
++ Hardboards vs. Inflatable: Hardboards bieten große Stabilität bei starken Wellenbewegungen, sind in der Handhabung jedoch sperrig und schwer zu transportieren. Inflatable Boards kannst du problemlos zusammenfalten, transportieren und lagern. Falls du Sorge hast, dass es leichter kaputt geht, hab immer ein Reparaturset dabei. Deine SUP-Yogis und -Yoginis werden es dir danken, wenn du sie mit der weicheren Oberfläche eines aufblasbaren SUPs auf das Wasser lässt.
Welche Größen gibt es bei SUP Boards?
Die Länge von SUP Brettern wird immer in Fuß und Inch angegeben. Ein Fuß (feet) entspricht dabei 30,48 cm Länge, ein Inch misst 2,54 cm. Vom Volumen her sehen die jeweiligen Boards optisch sogar oftmals gleich aus. Wichtig: Je länger die Stand-Up-Paddling-Boards sind, desto schmaler werden sie. So misst die Breite bei einem Einsteiger:in/Allrounder-Board zwischen 31 und 33 Inch (78,74 cm - 83,82 cm), während bei einem Touring-Board nur noch 27 bis 29 Inch (68,58 cm - 73,66 cm) gemessen werden. Die Breite bei Race-Boards geht dann sogar runter auf bis zu 22 Inch (55,88 cm).
SUP-Boards gibt es in 3 markanten Größen:
|
Typ |
Länge in feet/inch |
Länge in cm |
|
Allrounder |
10,6 |
320,04 |
|
Touring-Boards |
zwischen 11,6 und 12,6 |
ab 350,52 |
|
Race-Boards |
14 |
426,72 |
>> Allrounder sind die perfekten Einstiegs-Boards. Darauf hast du einen sehr sicheren Stand. Für das SUP Yoga sind breite Allrounder-Boards die richtige Wahl.
>>Touring-Boards gleiten besser, sind dafür etwas wackeliger.
>> Race-Boards sind sehr schmal und gleiten extrem gut, bieten dir aber keine hohe Stabilität.
Paddels: Das ist wichtig beim Kauf
Das richtige Paddel ist beim Stand Up Paddling sehr wichtig, denn es beeinflusst den Komfort, die Technik, Ausdauer und letztlich auch den Spaß auf dem Wasser.
Diese 3 Dinge solltest du beim Kauf beachten:
- Leichtes Material: Je leichter das Paddel, desto geringer die Ermüdung. Paddles aus Aluminium sind günstig und robust – perfekt für Einsteiger:innen oder zum Ausprobieren. Fiberglas-Paddles sind leicht, stabil und angenehmer für längere Touren. Profis paddeln mit Carbon, denn die sind sehr leicht und effizient.
- Richtige Länge: Verstellbare Paddles sind die ideale Lösung für Mehrfachnutzende. Als Faustregel gilt Körpergröße + 15 bis 25 cm
- Form des Paddelblatts: Ein großes Blatt bringt mehr Power und ist gut für kurze, intensive Strecken. Ein kleines Blatt bedeutet weniger Kraftaufwand und ist ideal für längere Touren oder entspanntes Cruisen.
Wofür ist die Finne und wie viele sollte ein Board haben?
Die Finne ist eine meist abnehmbare Kunststoffflosse an der Heck-Unterseite vom SUP Board. Sie verringert das seitliche Abdriften und sorgt so für stabileres „Geradeaus-Fahren“. Die Finne sollte immer perfekt auf das Board abgestimmt sein, damit kein unnötiger Wasserwiderstand erzeugt wird.
Die richtige Pflege - Wie lange hält ein SUP-Board?
Hochwertige Stand Up Paddle Boards halten in der Regel 5 bis 10 Jahre. Bei sorgsamem Umgang und entsprechender Pflege sogar noch länger. Hier sind 5 wichtige Pflege-Tipps:
- Salzwasser abspülen: Spüle das Board unmittelbar, nachdem du aus dem Salzwasser kommst, ab. Bevor du es einlagerst, empfehlen wir eine sanfte Reinigung mit Handseife und Schwamm. Nutze niemals einen Hochdruckreiniger!
- Nach dem Reinigen gut durchtrocknen lassen: Wenn du das Board gereinigt hast ist es ganz wichtig, dass du es gut durchtrocknen lässt, bevor du es einpackst und verstaust. Sonst entstehen leicht Stockflecken auf der Oberfläche.
- Lasse dein Board nicht über einen längeren Zeitraum in der prallen Sonne liegen. Suche ihm einen Schattenplatz.
- Boards richtig aufpumpen: Wenn du auf das Wasser gehst, muss der Druck in deinem Board immer mind. 1 bar messen.
- Hardboards sind langlebiger. Häufiges Zusammenfalten kann Spuren am Material hinterlassen.
Was zieht man auf dem SUP-Board an?
Natürlich will man auch auf dem Stand-Up-Paddle oder beim SUP Yoga gut angezogen sein. Doch viel wichtiger als ein stylisches Outfit ist ein funktionales.
++ Badebekleidung oder Funktionskleidung mit UV-Schutz
++ Barfuß oder Neoprenschuhe
++ Cap, Sonnenbrille mit Band und wasserfeste Sonnencreme
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