Die sichere Turnmatte

Sport-Thieme Turnmatte

Turnmatten stellen einen wichtigen sicherheitstechnischen Aspekt in allen Turnhallen dar. Um diese Sicherheit im alltäglichen Gebrauch gewährleisten zu können, wurde die Europäische Normreihe EN 12503 in jahrelanger Zusammenarbeit der europäischen Normungs- und Prüfinstitute, sowie zahlreicher Experten, entwickelt. Grundsätzlich werden in EN 12503-1 Matten, je nach ihrem Verwendungszweck, in 8 Typen eingeordnet.

Der kleine Unterschied

Je nach beschriebenem Einsatzzweck sollte die entsprechende Bodenmatte zur Anwendung kommen. Die Matten unterliegen strengen Prüfkriterien. Zu den wichtigsten, sicherheitsrelevanten Kriterien gehören, neben den Reibungseigenschaften der Unter- bzw. Oberseite und der statischen Steifigkeit, vor allem die Dämpfungseigenschaften. Die hier eruierten Werte stellen die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Mattentypen dar.

Entscheidungskriterien für Mattentypen

Welche Mattentypen ihr für die ausgeübte Sportart wählt, solltet ihr nach den folgenden Kriterien entscheiden:

mattenwagen

  • Altersstufe/Körpergewicht (Primär- und Sekundärstufe)
  • Leistungsniveau der Schüler/innen
  • Bewegungsaufgabe
  • Sprung- bzw. Fallhöhe
  • Art der Landung (Sie sollten optimal dämpfen, aber auch optimal hart sein.)

Für eure Sicherheit

Gebraucht eure Turnmatten immer gemäß des typischen Verwendungszweckes und achtet vor allem auf ausreichende Dämpfungseigenschaften entsprechend der europäischen Norm.

 Geringe Einsinktiefe:

  • Gerätturnmatten vom Typ 1-3
  • Bodenturnmatten vom Typ 1-3

 Große Einsinktiefe bei flacherer Standfläche:

  • Matten vom Typ 4-6

 Größte Einsinktiefe:

  • Weichbodenmatten vom Typ 7-8

 

Geringe Einsinktiefe Große Einsinktiefe bei flacher Standfläche Größte Einsinktiefe

 

Turnmatten-Kerne

Verbund-Schaumstoff:

  • Schaum aus Schaumstoff-Flocken, die in einem besonderen Verfahren verpresst und verklebt werden
  • Besonders widerstandsfähig und dabei trotzdem elastisch
  • Raumgewicht (RG): 80, 100 oder 120 kg/m³ (bei Turnmatten)

Leichtschaum:

  • Polypropylen-Schaumstoff expandiert, vorwiegend geschlossenzellige Schaumstoffpartikel
  • Gutes Rückstellvermögen nach statischer und dynamischer Belastung
  • Raumgewicht (RG): Niedrig

PE-Schaumstoff:

  • Polyethylen-Schaumstoff, in mehreren Schichten übereinander angeordnet und verklebt (Sandwichbauweise)
  • Hohe Stabilität bei geringem Gewicht
  • Raumgewicht (RG): 30 kg/m³ (für Turnmatten)
  • Einsatz: Als Bodenturnmatte

PU-Schaumstoff:

  • Polyurethan-Schaumstoff
  • Hohe Formstabilität
  • Rohdichte: Mindestens 20 kg/m3

 

Verbund-Schaumstoff Leichtschaum PE-Schaumstoff PU-Schaumstoff

 

Turnmatten-Oberflächen

Polygrip Turnmattenstoff:

  • Polyester: 100 %
  • Reißfestigkeit: 2500 N
  • 600 g/m²
  • Narbenstruktur
  • Rutschhemmend

Genoppter Turnmattenstoff:

  • Polyester: 100 %
  • Reißfestigkeit: Mind. 2500 N
  • Rutschhemmend
  • Noppenstruktur
  • Schutz vor Hautverbrennung

Planenstoff:

  • Polyester: 100 %
  • Reißfestigkeit: 2500 N
  • 650 g/m²
  • Glatte Oberfläche

Nadelvlies:

  • Keine Faltenbildung durch feste Verklebung von Kern und Oberfläche
  • Keine Brandverletzungen
  • Hautsympathisch
  • Trittsicher

 

Polygrip Turnmattenstoff Genoppter Turnmattenstoff Planenstoff Nadelvlies

 

Turnmatten-Unterseiten

Genoppter Turnmattenstoff:

  • Besonders rutschfest durch spezielle Struktur

Gummierter Waffelboden:

  • Extrem rutschfest

 

Genoppter Turnmattenstoff Gummierter Waffelboden

 

Unterscheidung der EN 12503 und EN 1177 (HIC)

Immer häufiger werden bei Matten auch Fallhöhen von über 2 m angegeben. Bitte setzt diese Matten nicht als Turnmatte ein, dafür ist sie nicht geeignet. Diese Fallhöhe sind der EN 1177 entnommen, welche die Europäische Norm für „Stoßdämpfende Spielplatzböden“-Bestimmung der kritischen Fallhöhe ist.

Achtung: Spielplatz-Norm

Wie ihr dem Titel der Norm bereits entnehmen könnt, handelt es sich dabei um eine Norm für Spielplätze unter Bezugnahme auf eine kritische Fallhöhe. Diese kritische Fallhöhe wird mit dem sogenannten HIC-Wert (Head Injury Criterion) ermittelt. Das bedeutet, dass dieses Prüfverfahren ausschließlich eine kritische Fallhöhe angibt, um Kopfverletzungen zu bewerten. Andere Verletzungen werden dabei nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund stellen wir im Hallenbereich auf die EN 12503 ab.

 

Mehr Mattentipps gibt es hier als PDF - Jetzt klicken!

 

Rating:

  • Sehr schlecht
  • Schlecht
  • Ok
  • Gut
  • Sehr gut

Artikel teilen:

Kommentar hinterlassen

Bitte alle mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.
Mit dem Abschicken akzeptieren Sie unsere AGB und unsere Datenschutzvereinbarungen.