• Preisgekrönter Online-Shop

    Preisgekrönter Online-Shop 2017, 2018, 2019 (n-tv und DISQ)

  • Telefonberatung

    05357 181-81 Telefonberatung

  • Käuferschutz

    Zertifizierter Shop mit Käuferschutz

  • Produktbewertungen

    37,549 Produktbewertungen von unseren Kunden

  • 100 Tage Rückgaberecht

    100 Tage Rückgaberecht & min. 3 Jahre Garantie

Boule, Boccia, Boßeln - Was ist der Unterschied?

Boule, Boccia, Boßeln, das alles sind Kugelsportarten. Sie gehören in den Bereich des Präzisionssports und im weitesten Sinne zur Leichtathletik. Bei allen 3 Sportarten geht es darum, seine Kugeln am besten zu platzieren. Alle drei Sportarten können als Mannschaftssport betrieben werden und auch als Mann-gegen-Mann-Disziplin. Doch trotz aller Ähnlichkeiten gibt es auch wesentliche Unterschiede. Wir zeigen euch heute welche!

Boule: Die französische Tradition

Boule stammt aus Frankreich und ist hierzulande das Synonym für Freizeitkugel-Spiele auf öffentlichen Plätzen. Wenn wir in Deutschland von Boule sprechen meinen wir das Freizeitspiel. Petanque hingegen bezeichnet den Sport. Boule wird mit Metallkugeln wie zum Beispiel den Pétanque, Freizeit-Boule-Kugeln  gespielt. Ein Match kann auf allen Untergründen ausgetragen werden, meistens jedoch auf kurzgeschorenem Rasen oder Kiesplätzen.

Regeln: Gespielt wird als Tête à Tête (2 Einzelspieler mit jeweils 3 Kugeln), als Doublette (2 Mannschaften à jeweils 2 Spielern mit je 3 Kugeln) oder als Triplette (2 Mannschaften à jeweils 3 Spielern mit je 2 Kugeln). Ein Spieler der beginnenden Mannschaft zieht auf dem Boden einen Kreis von einem Durchmesser von 35 - 50 cm. Aus diesem Kreis heraus wirft ein Spieler die Zielkugel (Cochonnet) in eine Entfernung zwischen 6 und 10 Metern. Wichtig: Die Lage der Zielkugel kann sich während des Spiel durch wegschießen mit den Wurfkugeln verändern. Sie darf jedoch nicht näher als 3 m und nicht weiter entfernt als 20 m vom Wurfkreis entfernt liegen. 

Und so gewinnt man: Ein Spieler der Beginner-Mannschaft wirft eine Kugel so nahe wie möglich an das Cochonnet. Dann ist das andere Team an der Reihe. Diese spielt so lange ihre Kugeln, bis eine ihrer Kugeln näher an der Zielkugel liegt als diejenige der gegnerischen Mannschaft. Danach ist die andere Mannschaft wieder an der Reihe. Erst wenn alle Kugeln gespielt sind, werden die Punkte gezählt. Die Mannschaft, die der Zielkugel am nächsten liegt, erhält einen Punkt. Hat sie sogar 2 oder mehr Kugeln näher als der Gegner, bekommt sie 2 oder mehr Punkte (maximal 6 Punkte pro Durchgang). Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst 13 Punkte erreicht hat.

 

Boccia-Spiel: Lang anhaltender Spaß auf italienisch

Boccia ist die italienische Variante des Boule. Gespielt wird zu zweit oder in Teams mit Kugeln aus Kunststoff. Auch hierbei gilt: Wer schafft es durch Wurfgeschick, Konzentrationsfähigkeit und einen guten Gleichgewichtssinn seine Kugeln am dichtesten an der kleinen Zielkugel zu platzieren?

Regeln: Gespielt wird beim individuale eins gegen eins, dabei hat jeder 4 Kugeln. Beim coppia spielt man zwei gegen zwei, dabei hat jeder Spieler 2 Kugeln und beim terna drei gegen drei mit je 2 Kugeln pro Spieler. Die wesentlichen Unterschiede zum Boule:

  • Boccia wird auf plan nivelliertem Boden oder einer genau eingeteilten Sandbahn gespielt.
  • Die Kugeln sind meist farbig und bunt und bestehen aus Kunststoff oder Holz.
  • Beim Boccia gibt es verschiedene Wurfarten. Beim sogenannten Raffa darf die geworfene Kugel erst nach ca. 7 bis 8 Metern den Boden berühren. Der Spieler muss zuvor ansagen, welche Kugel er treffen möchte, die kleine Zielkugel oder eine andere Punktekugel. Der Volo-Wurf schränkt zudem den Bereich, über den die geworfene Kugel rollen darf, ein. Das ist nur was für sehr präzise Werfer und Könner!
  • Nach den internationalen Regeln geht ein Spiel bis 15 Punkte. Bei Wettkämpfen kann auch eine Grenze von 10 oder 12 Punkten pro Partie festgelegt werden.

 

Varianten: Crossboccia und Hallenboccia. Wer Boccia in der Halle Boccia spielt, benötigt spezielle Bocciabälle, die nicht so stark rollen und den Hallenboden nicht beschädigen. Indoor-Boccia-Bälle sind zum Beispiel aus Leder oder Kunstleder und mit Spezialgranulat gefüllt. Eine neue Trendsport-Variante ist das sogenannte Crossboccia. Hierbei wird mit weichen Stoffbällen im dreidimensionalen Raum gespielt, denn diese Spezial-Boccia-Kugeln kommen auch auf schrägen Flächen oder Abhängen zum Liegen.

 

Boßeln so wie Kegeln auf dem Feld, oder doch nicht?

Boßeln auch als „Klootschießen“ bekannt, ist eine Kugelsportart, die besonders in Ostfriesland verbreitet ist. Hier geht es darum, die Kugel so weit wie möglich zu rollen. Geboßelt wird auf einer Strecke von ca 4 bis 6 km auf Wiesen, Äckern und auf der Straße. Mit einer speziellen Wurftechnik, die der beim Kegeln ähnelt, werden die Kugeln über längere Strecken geworfen. Die typische Boßel war früher aus Holz gefertigt und wird deshalb heute noch „Holz“ genannt. Moderne Boßel-Kugeln haben ein Durchmesser von 8,5 bis 12 cm und sind aus Kunststoff oder Gummi. Boßeln gibt es inzwischen auch schon als Hallenboßeln - bestens geeignet für den Schulsport!

Regeln: Gespielt wird mit Mannschaften aus 4 bis 6 Spielern pro Gruppe. Gestartet wird an einer Abstoßlinie. Team 1 legt vor, Team 2 legt nach. Es wirft immer die hinten liegende Mannschaft. Beim Boßeln wird zwischen Stand- und Feldkampf unterschieden.

Beim Standkampf wird der sogenannte „Kloot“ von einem festen Punkt so weit wie möglich geworfen. Die Wurflänge wird bis zum Aufschlagspunkt gemessen.

Beim Feldkampf treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Dabei wird das Ausrollen der Kugel mitgezählt. Ziel der Mannschaften ist es, ihre Kugel weiter zu rollen als die Gegnermannschaft. Schafft es die Gegnermannschaft nicht den Rückstand zu überwerfen, bekommt das andere Team einen Punkt (Schoet). Die Mannschaft mit den meisten Schoets am Ende der vorgegebenen Strecke gewinnt das Spiel. Der Feldkampf wird bei regulären Wettbewerben in vier Durchgängen mit je vier Werfern ausgetragen und zieht sich deshalb über Stunden und lange Strecken hin. Es wird abwechselnd immer von der Stelle aus geworfen, an der die Boßelkugel des vorherigen Werfers der eigenen Mannschaft liegen geblieben ist. Gewonnen hat am Ende die Mannschaft, die die Strecke mit den wenigsten Würfen zurückgelegt hat. 

Übrigens: Ein „Kraber“ darf bei einer Boßelmannschaft nicht fehlen. Dieser Korb, der an einem Stiel befestigt ist, dient dazu, Kugeln aus Wassergräben zu angeln ;-) 

 

Boßeln, Boule und Boccia, das passende Equipment für den Start in eine der drei Kugelsportarten findet ihr bei uns im Sport-Thieme Onlineshop - Jetzt entdecken!

Rating:

  • Sehr schlecht
  • Schlecht
  • Ok
  • Gut
  • Sehr gut

Artikel teilen:

Kommentar hinterlassen

Bitte alle mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.
Mit dem Abschicken akzeptieren Sie unsere AGB und unsere Datenschutzvereinbarungen.

Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Erfahren Sie mehr