In ihrer Reihe „Geeignet oder nicht?“ testen Jana und Petra Kirschke von der dakp (deutsche akademie aktionskreis psychomotorik e.V.) regelmäßig Sport-Thieme Sportgeräte. Neben ihrem Fazit zu Funktion und Verarbeitung berichten sie zusätzlich, welche Spiele sich damit gut spielen lassen. Heute geht es um den Einsatz der Sport-Thieme Jumping Bands als psychomotorisches Übungsgerät.
Das erwartet dich hier:
Springseile oder nicht?
Jumping-Bands sind unelastische Sprungbänder in leuchtenden Farben. Knappe 2 m lang und 2,5 cm breit sind sie kürzer und breiter als Springseile. Die Jumping Bands haben an einem Ende eine 30 cm lange Schlaufe, die einen leichten Einstieg in das Sprungband ermöglicht. Dadurch ergeben sich zahlreiche Spiel- und Variationsmöglichkeiten.
6 Spielideen mit den Jumping Bands
Gummitwist - mal anders: 2 Bänder werden zwischen 2 Spieler:innen aufgespannt. Beide Spieler:innen schlüpfen dazu in eine Schlaufe. Die beiden können die Schrittweite zwischen den Beinen mit jedem Sprung ein wenig erweitern, während eine 3. Person zwischen den Bändern springt. Durch rhythmische Musik mit verschiedenen Beatgeschwindigkeiten kannst du den Spaßfaktor und die Herausforderung zusätzlich steigern und die Sprünge und Sprungfolgen beliebig variieren.
Hürdenlauf: Wenn du eine große Gruppe hast, so können die Kids die Bänder durch Laufen, Gehen oder Springen überwinden. Natürlich können sich die Bänder auch mit bewegen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können die Kids die Bänder auf einer Seite niedrig und auf der anderen höher halten. Mutige können immer wieder neue, schnelle und komplizierte Sprünge wagen. Und natürlich macht das Ganze mit Musik noch mehr Spaß.
Führen und Folgen: Durch die Schlaufe lassen sich die Bänder besser festhalten als z. B. Springseile. Eine schöne Spielvariante ist das Führen und Folgen. 2 Personen nehmen sich 1 Band, eine legt sich das Band um den Bauch, die andere hält die Schlaufen fest. Nun geht es los: Die vordere Person gibt Richtung und Tempo vor, die hintere folgt. Oder die Hintere gibt durch Kommandos Geschwindigkeit und Richtung vor. Wer in dem Duo traut sich, die Augen zu schließen und sich blind führen zu lassen?
Kreisspringen: Du benötigst eine Fläche, die groß genug ist, dass das Band im Kreis gedreht werden kann. 1 Person steht in der Mitte und lässt es kreisen. Die Mitspielenden müssen über das Band springen, ohne es zu berühren. Je schneller und je höher das Band gedreht wird, desto schwieriger wird es.
Seilfangen: 1 Kind läuft durch den Raum und schlängelt das Band hinter sich her. Die anderen versuchen durch Drauftreten, das Band zu fangen.
Balancieren: Die Bänder liegen in Schlangenlinien, in anderen Formen wie Kreise, Dreiecke usw. oder zur Schnecke aufgerollt auf dem Boden. Die Mitspielenden versuchen barfuß oder auf Strümpfen auf dem Band zu gehen oder zu laufen, ohne daneben zu treten. Hier kannst du auch wieder variieren, indem die Mitspielenden versuchen, den Weg mit geschlossenen Augen mit den Füßen zu ertasten.
Das Fazit der dakp Trainerinnen
Jana und Petra Kirschke: "Im Prinzip kann man mit den Bändern alles das machen, was man auch mit einem Springseil machen kann – außer vielleicht Seilspringen… Daher haben sie von sich aus schon einen hohen Aufforderungscharakter. Nimmt man dann noch die beiden Schlaufen und die Ursprungsidee der Bänder hinzu, erhält man jede Menge Abwechslung und Spaß. Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer werden trainiert, Rhythmusgefühl wird geübt, Teamgeist und Rücksichtnahme gefördert. Der Einsatz der Sprungbänder ist nicht auf Kinder und Jugendliche beschränkt. Sicherlich haben Erwachsene ebenso ihren Spaß. Es sind beim „Jumping“ mindestens 3 Spieler:innen erforderlich, aber nach oben gibt es keine Grenzen. So kann man auch große Gruppen wie z. B. Schulklassen mit wenig Aufwand in Bewegung bringen und alle mit einbeziehen. Die Bänder kann man sowohl in Räumen, in der Halle oder auch draußen verwenden.
Unser Fazit: Die Jumping-Bänder, die für den Schul- oder Freizeitsport konzipiert wurden, können durchaus auch in der Psychomotorik ihre Einsatzmöglichkeiten finden. Sie haben einen hohen Aufforderungscharakter, lassen viele Spielideen zu, sind robust und haben tolle Farben. Festzuhalten gilt, dass es sowohl aktive Spielmöglichkeiten gibt, aber auch ruhige, wie bspw. Körpererfahrungen und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper z. B. durch Umlegung des Körpers u. v. m."
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