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Spielplatz-Pflege: Welche Pflanzen sind geeignet?

Sie blühen bunt und sie duften herrlich! Doch manche von ihnen bergen große Gefahren: Giftige Pflanzen! Damit Kinder auf Spielplätzen nicht der Gefahr durch Vergiftungen ausgesetzt sind, dürfen laut Spielplatz-Norm EN 1176 folgende Pflanzen nicht auf Spielplätzen wachsen: Pfaffenhütchen, Seidelbast, Stechpalme und Goldregen.

Doch die Liste der giftigen Gewächse ist noch viel länger. Welche Pflanzen sich für Spielplätze eignen und welche nicht, lest ihr hier in unserem Blog-Beitrag. 

 

Die Top 15 der giftigsten Pflanzen

  1. Eisenhut: Der Eisenhut ist die wohl giftigste Pflanze Europas. Kleinste Berührungen können schon zu gefährlichen Vergiftung führen.
  2. Bärenklau (Herkulesstaude): Vor allem der austretende Saft beim Abschlagen der Stängel in Kombination mit Sonneneinstrahlung, kann zu Hautrötungen mit Blasen wie bei Verbrennungen 1. und 2. Grades führen.
  3. Bilsenkraut: Vom Schwarzen Bilsenkraut sind alle Teile giftig, besonders aber die Samen. Nach dem Verzehr von wenigen Samen kann es zu Trockenheit der Schleimhäute, Rötung des Gesichts, starkem Durst, beschleunigtem Puls und weiten Pupillen kommen, in schweren Fällen auch zu Gleichgewichtsstörungen und Krampfanfällen bis hin zum Tod.
  4. Schierling-Arten: Alle frischen Pflanzenteile des Schierlings sind giftig, besonders aber die Wurzeln. Das Kauen schon kleiner Wurzelstückchen kann zu heftigem Brennen im Mund und Erbrechen in schweren Fällen sogar zu Krampfanfällen mit Todesfolge führen.
  5. Eibe: Der Verzehr zerkauter Samen oder Nadeln kann zu Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall, weiten Pupillen und auffallend roten Lippen führen; In schweren Fällen sogar zu Bewusstlosigkeit und Herzrasen mit Todesfolge.
  6. Roter Fingerhut: Der schöne Fingerhut ist in allen Teilen giftig. Nach dem Verzehr von Blüte, Stängel oder Wurzel kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Leibschmerzen sowie Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen und Halluzinationen kommen.
  7. Herbstzeitlose: Bei der Herbstzeitlose sind alle Teile giftig, ganz besonders die Samen. Die Vergiftungserscheinungen reichen von Brennen im Mund, Schluckbeschwerden, Erbrechen und Durchfall, bis zu Herzrasen, Krampfanfällen und aufsteigenden Lähmungen mit Todesfolge durch Atemlähmung in schweren Fällen.
  8. Maiglöckchen: Das gesamte Maiglöckchen ist giftig insbesondere aber die Beeren und die Blüte. Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze kann es zu Hautreizungen kommen. Beim Verzehr treten Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Brustbeklemmung auf. Verminderter Blutdruck kann zu Herzstillstand führen. Achtung: Eine besondere Gefahr geht von der Verwechslung mit Bärlauch aus. Beim Bärlauchsammeln ist daher höchste Vorsicht geboten.
  9. Seidelbast: Bereits die Berührung der Pflanzenteile kann zu Irritationen der Haut in Form von Rötung, Blasen und Pusteln kommen. Der Verzehr kleinster Mengen kann nach kürzester Zeit zu Lippen- und Gesichtsschwellungen, Schluckbeschwerden und starken Kopf- und Leibschmerzen bis hin zu Verwirrtheit führen. 
  10. Stechapfel: Alle Teile besonders Samen und Wurzeln des Stechapfels sind sehr giftig. Bei Verzehr kann es zu Rötung des Gesichts und beschleunigter Puls sowie Halluzinationen kommen und in besonders schweren Fällen zum Tode führen.
  11. Tollkirsche: Nach dem Verzehr kann es in leichten Fällen zu Trockenheit der Schleimhäute, Rötung des Gesichts, starkem Durst, beschleunigtem Puls und weiten Pupillen kommen, in schweren Fällen auch zu Gleichgewichtsstörungen, Übererregbarkeit, Sehstörungen, Krampfanfällen bis hin zum Tod.
  12. Wunderbaum (Rizinus): Der Wunderbaum ist in allen Teilen giftig. Der Verzehr einer geringen Menge an Pflanzenteilen kann Erbrechen, Leibschmerzen und Durchfall hervorrufen und in schweren Fällen sogar Nierenentzündung, Nierenversagen, Kreislaufstörungen mit Todesfolge.
  13. Goldregen: Die ganze Pflanze ist giftig, vorallem aber die Samen. Schon der Verzehr kleiner Mengen kann zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Übelkeit, Leibschmerzen, Schwitzen, Blässe und Speichelfluss führen und in schweren Fällen sogar zu Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen und Kreislaufversagen.
  14. Oleander: Bei Verzehr von Oleander kann es in schweren Fällen zu Kolik artigen Leibschmerzen und Herzrhythmusstörungen kommen.
  15. Efeu: Besonders die schwarzen Beeren des gemeinen Efeu sind giftig. Das Essen von Beeren kann zu Brennen im Rachen, Erbrechen und/oder Durchfall führen. Schon das häufige Anfassen von Efeublättern oder -wurzeln kann zu Hautentzündungen führen.

 

Giftige Pflanzen nicht im Kinderbereich

Bitte beachtet, dass unsere Liste keinesfalls vollständig ist. In Europa gibt es mehr als 50 giftige Pflanzenfamilien. Darum appellieren wir an dieser Stelle an euch Landschaftsgärtner, städtischen Mitarbeiter im Geschäftsbereich Grün, Tagesmütter und -Väter, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer und natürlich auch euch Eltern: Seid wachsam und entfernt giftige Pflanzen aus dem Spielbereich bzw. pflanzt sie gar nicht erst ein. Wie schnell ist es passiert und die lieben Kleinen haben eine Blumensuppe mit giftigen Beeren gekocht oder einen schönen Blumenstrauß Maiglöckchen für die Mama gesammelt?!

Wusstet ihr eigentlich, dass auch grüne Bohnen im Rohzustand giftig sind? 3 bis 10 grüne Bohnen können bei einem Erwachsenen zu schwerwiegende Vergiftungserscheinungen, wie Erbrechen, Durchfall und Fieber führen. Schuld daran sind giftige Eiweißverbindungen genannt Phasin. Doch gekocht sind Bohnen sehr gesund!

 

Aufklären ist besser als heilen

Hier hilft also nur die Aufklärung! Das ist wohl das beste Präventionsmittel: Was man nicht kennt, fasst man nicht an und gegessen wird absolut gar nichts, außer die Bezugsperson erlaubt es. Die erste Amtshandlung in Waldkindergärten ist üblicherweise das richtige Berühren von Brennnesseln! Denn die Blattober- und die Unterseite können problemlos berührt werden - Man muss nur wissen wie!

 

Notfall: Was tun bei Vergiftung?

Sollte doch mal etwas im Mund der Kleinen gelandet sein, gibt es das GIZ (Giftinformationszentrum-Nord) mit Sitz in Göttingen, das rund um die Uhr erreichbar ist. Eine Nummer, die ihr gut sichtbar und griffbereit am Telefon haben oder besser noch einspeichern solltet. In der Aufregung sieht man bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Im Ernstfall heißt es dann:

1. Ruhe bewahren und das Kind beruhigen
2. Hilfe alarmieren 
3. Pflanzenteile und / oder Erbrochenes sichern
4. Kind NICHT zum Erbrechen bringen. Erstickungsgefahr!
5. Etwas Wasser oder Tee anbieten. Keinesfalls Milch!

Beschauen statt kauen

Die GUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) hat die Kampagne "Beschauen, nicht kauen" ins Leben gerufen. Unter http://www.kindergaerten-in-aktion.de/downloads/information-giftpflanzen-beschauen-nicht-kauen findet ihr eine Übersicht aller giftigen Pflanzen und andere wichtige Infos zum Downloaden.

 

Geeignete Pflanzen für den Spielplatz

Alternativen zu giftigen Rhododrendren und Lebensbäumen gibt es viele: Von Schmuckgräser und Kräutern über Obststräucher bis hin zu duftenden Gewächsen wie Lavendel und Flieder. 

Bäume sorgen für Schatten auf und rund um die Spielfläche. Sehr gut geeignet sind Laubbäume wie Berg-Ahorn, Feldahorn, Spitzahorn und Esche, Obstbäume wie Apfel und Birne, sowie Nutzbäume wie Kastanie, Rotbuche und Hasel.

Sträucher sind ein hervorragender Schallschutz auf Spielplätzen. Gut geeignet sind Klette, kleines Springkraut, Schneebeere und Wildrose ... aus den Hagebutten haben wir früher Juckpulver hergestellt!

Auch Schmuckgräser wie Rohrkolben und Zittergras machen sich gut auf Spielplätzen. Und wenn es bunt und duftig sein soll, empfehlen wir euch duftende Gewächse wie Lavendel und Flieder sowie Blumen wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Taubnessel und Glockenblumen. 

 

Spielplatzpflege: Verunreinigten Sand säubern

Das Laub von den Bäumen sowie die umherfliegenden Blütenblätter verunreinigen den Spielsand auf Spielplätzen. So verliert der Sand seine Wertigkeit und eignet sich mitunter nicht mehr zum Spielen. Dann habt ihr die Möglichkeiten, den kompletten Sand auszutauschen oder eine professionelle Sandreinigung durchführen zu lassen. Den kompletten Sand zu ersetzen, ist teuer, die Methode der Sandreinigung weitaus günstiger. Viele Landschaftsbau-Unternehmen haben sich auf die Reinigung von Sand spezialisiert und filtern die gesamten Fremdteile heraus.

 

Unser Beitrag zum Thema" Bedenkliche Pflanzen" könnte euch auch interessieren: "Ihr fragt, wir antworten: Die Waldhütte"

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