Wasserball: die wichtigsten Spielregeln im Überblick

Sport-Thieme Redaktion

Wasserball ist eine faszinierende Teamsportart mit viel Athletik, Ausdauer, Kraft, Koordination und Körperbeherrschung im Wasser sowie einer Extraportion Action. Wie du Wasserball spielst und welches Equipment du benötigst, erfährst du in diesem Beitrag.

MIKASA Wasserball

Das erwartet dich hier:

 

Was ist Wasserball?

Wasserball ist ein Wassersport, der im Schwimmbecken gespielt wird. Einst als „water polo“ in England erfunden, ist Wasserball seit jeher eine olympische Disziplin - für Frauen allerdings erst seit 2000. Beim Wasserball versuchen 2 Teams in einem 1,80 m tiefen Becken, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Dabei sind Schwimmen, Werfen, Fangen mit Taktik und sehr viel Ausdauer erforderlich, denn jeglicher Bodenkontakt ist untersagt. Ziel des Spiels ist es, die meisten Tore zu machen. Interessanter FunFact: Trotz Ball und Toren ist es ein Wassersport und keine Ballsportart. 

 

Wasserball-Equipment

Für den Einstieg ins Wasserball spielen brauchst du:

  • Wasserballspielfeld mit Hostalenkugeln, Distanzstücken und rostfreien Beschlägen
  • Frei schwimmende Wasserballtore oder befestigte Wasserballtore. Im Freizeitbereich sowie im Sportunterricht reichen improvisierte Tore aus.
  • Offizieller Wasserball: Der schwimmfähige Wasserball ist meist etwas größer als ein Handball und hat eine besonders griffige Oberfläche, damit der nasse Ball nicht aus der Hand rutscht. Der offizielle Wasserball ist 400–450 g schwer (Jugend: kleiner, leichter). Als Alternative für Schüler:innen und Freizeitspieler:innen empfehlen wir leichte Schaumstoffbälle, die für das Wasser geeignet sind. 
  • Schwimmkappen mit Nummern und häufig mit Ohrenschutz. Übrigens: Die Heimmannschaft trägt weiße Kappen, das Gästeteam spielt in blauen Kappen. 

 

 

Spielfeld

Beim Wasserball ist das Spielfeld bei den Herren 20 bis 30 m lang und 10 bis 20 m breit. Bei den Frauen ist das Spielfeld zwischen 20 und 25 m lang und 10 bis 20 m breit. Die offizielle Tiefe beträgt 1,80 m. Für den Schulsport kannst du die Feldgröße flexibel an die Möglichkeiten des Schwimmbads anpassen!

Wie groß ist das Tor beim Wasserball? 

Ein Wasserballtor ist 3 m breit. Die Latte des Tores ist 90 cm über der Wasseroberfläche.

Spielzeit

Beim offiziellen Wasserball ist die effektive Spielzeit 4 Viertel à 7–8 Min. (laufende Uhr). Bei Gleichstand kommt es zu 2x 3 Min. Verlängerung und anschließend zum 5-Meter-Schießen. Die Pause zwischen dem 1. und 2. Viertel sowie zwischen dem 3. und 4. Viertel ist je 2 Min. lang. Die Halbzeitdauer beträgt 5 Min. Im Freizeitbereich sowie beim Schulschwimmen ist die Spielzeit beliebig anpassbar. Es empfehlen sich 2x 10 Min.

 

Spieler:innen

Ein Team besteht aus 7 Spieler:innen – davon 6 Feldspieler:innen und 1 Torwart:in. Im Schulsport sowie im Training kann die Teamgröße angepasst werden. Wichtig: Jedes Team profitiert von unterschiedlichen Stärken und hat darum Schwimmer:innen, Werfer:innen und Taktiker:innen. 

 

Spielverlauf

Das Spiel beginnt mit dem Anpfiff. Beide Teams schwimmen zum Ball in der Mitte (Anschwimmen). Der Ballbesitz wird aufgebaut und der Ball abgespielt mit dem Ziel, ein Tor zu werfen. Nach jedem Tor geht das Spiel mit einem Neustart von der Mitte weiter. 

 

Wasserball-Spielregeln auf einen Blick:

  • Der Ball darf mit jedem Körperteil wie Kopf, Schultern oder Füßen berührt werden. Dabei darf der Torwart oder die Torwartin beide Hände einsetzen, die Feldspieler:innen aber immer nur einen Arm (eine Hand). Die Faust ist verboten.
  • Der Torwart oder die Torwartin darf über die Mittellinie hinaus schwimmen und am Strafwurfwerfen teilnehmen.
  • Die Angriffszeit beträgt 30 Sek. – Torball, Eckball und Ausschluss 20 Sek.
  • Der Beckenboden darf nicht aktiv genutzt werden, wenn der Ball gespielt wird. Ein:e Spieler:in darf sich also am Boden des Beckens nicht abdrücken, wenn er oder sie den Ball wirft.
  • Ein Tor kann nur dann erzielt werden, wenn der Ball zuvor von 2 Spieler:innen gespielt wurde. Straf- und Freiwürfe sind davon ausgenommen.
  • Die Feldspieler:innen können beliebig oft gewechselt werden. Dazu müssen sie in den rot markierten Wechselraum (Wiedereintrittsraum) an der eigenen Torauslinie schwimmen und werden dort durch eine andere Person ersetzt.
  • Nach einem Tor müssen die Mannschaften in ihre eigenen Spielfeldhälften zurückkehren, um sich neu zu formieren. Dabei wird der Ball vom Anstoßpunkt auf der Mittellinie von einer Person aus dem Feld, gegen die das Tor erzielt wurde, abgespielt.
  • 2 Schiedsrichter:innen am Beckenrand leiten das Spiel.
  • Die Spieler:innen müssen immer in Bewegung bleiben.

 

 

Das ist verboten beim Wasserball

Verboten ist,

  • Bodenkontakt - geschwommen wird im sogenannten „Wassertraben“ (Brustbeinschlag mit aufrechter Haltung)
  • Körperkontakt - eine gegnerische Person zu behindern (Freiwurf); eine gegnerische Person festzuhalten, zu treten, zu boxen oder unter Wasser zu drücken, wird mit Hinausstellung bestraft. 3 Hinausstellungen bedeuten die rote Karte.
  • den Ball mit beiden Händen oder der Faust zu spielen sowie den Ball unter Wasser zu drücken. 

 

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