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Kay Matysik berichtet über seinen Weg zum Profisportler

„Schulsport – Vereinssport – Leistungssport – Olympische Spiele“

Kay Matysik ist Profi-Beachvolleyballer und arbeitet mit seinem Team-Kollegen Jonathan Erdmann derzeit an der Verwirklichung eines Lebenstraumes: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio vom 05. bis 21. August 2016.

Kay Matysik

Fleiß oder Gene? Oder beides?

Nur wenige Leistungssportler bringen es in ihrem Leben so weit und es ist ein langer Weg und ein ganz schön hartes Stück Arbeit! Doch wird man als Profisortler geboren oder ist es Fleißarbeit? Und wann fängt man am besten an, den Weg nach oben zu zu erklimmen?

 

Kay Matysik erzählt uns hier von seinem Weg an die Spitze der Weltathleten:
 
„Als Leistungssportler wird man nicht geboren. Olympionike wird auch nicht jeder Leistungssportler. Aber ganz sicher ist, dass jeder Leistungssportler und Olympionike bereits frühzeitig in der Schule oder in einem Verein die Grundlagen des Sports erlernt hat. Ich persönliche kenne niemanden, der sich erst mit Mitte 20 oder 30 entschliesst, seine Playstation in die Ecke zu werfen, um dann erfolgreich Leistungssport zu betreiben. Natürlich ist es nie zu spät, mehr Sport zu treiben oder seine Einstellung dahingehend zu verändern. Aber meiner Meinung nach ist es nie zu früh, um die Werte des Sports zu erlernen und Kinder dazu zu ermutigen, raus zu gehen, in der Schule aktiv zu sein, sich einem Verein anzuschließen und sich zu bewegen.

Kay Matysik

 

Mehr als nur sportliche Betätigung

Es wäre falsch zu denken, dass Schul- und Vereinssport automatisch die große Sportkarriere mit sich bringen oder bringen müssen. Vielmehr geht es darum, sich vielfältig zu entwickeln. Fit zu bleiben, sich als Kind mit anderen Kindern auszutauschen, den Wettkampf zu probieren, als Team zu gewinnen aber auch zu verlieren. Sich durchzusetzen – anderen gegenüber, sich selbst gegenüber. Ein gesundes Selbstbewusstsein und eine gesunde Selbstwahrnehmung zu entwickeln. Sich einen Ausgleich zur Schule zu verschaffen, mal abzuschalten, Erfolgserlebnisse ganz anderer Art einzufahren.

Vom Fußballer zum Leichtathlet

Ich jedenfalls bin absolut dankbar, es bereits ganz klein mit Fussball probiert zu haben und zu bemerken, dass man nur aufgrund seiner Größe nicht ins Tor gehört und dort „rumstehen“ sollte. Denn das war mir zu wenig Bewegung. Nichts gehen die Torhüter, aber mein Fall war es nicht. Was man wohl auch daran erkennt, dass ich vom 8.-18. Lebensjahr sehr intensiv Leichtathletik betrieben habe – schlussendlich auf der Mittelstrecke – also viel Laufen, kein Ball im Weg und von Jahr zu Jahr intensiver. Ich kann nur empfehlen, die sich schnell verändernde Begeisterung von Kindern eine zeitlang durchzuhalten. Leichtathletik war für mich der ideale Ausgleich zur Schule, ich konnte mich individuell entwickeln und habe trotzdem in einer tollen Gruppe meine Einheiten und Trainingslager erlebt. Ich konnte in jungen Jahren die Koordination, Schnelligkeit, Ausdauer etc. erlernen und durch viele verschiedene Einheiten als Sprinter, Springer, Werfer, Läufer etc. herausfinden, was mir wirklich Spass macht. Offensichtlich war ich nie ein wirklich guter Weitspringer, aber im Sand springe ich noch heute herum 😉

webmail.sport-thieme.de

Dann kam der Ball ins Rollen

Erst mit 18 Jahren verlor ich etwas die Freude an der Leichtathletik, die Trainingsgruppe wurde zusehens kleiner und sportlich schien ich, meine Grenzen erreicht zu haben. Das ich durch Volleyball in der Schule, dann später im Verein zum Beachvolleyball kam und heute erneut um die Teilnahme an den Olympischen Spiele kämpfe, war niemals abzusehen und auch keineswegs das Ziel. Zuerst war es lediglich ein neuer, sportlicher Ausgleich zur Schule und später zum Studium!

 

Der beste Start ist JETZT!

Und für einen Ausgleich im Leben ist es wirklich nie zu spät: Leute, zieht euch die Laufschuhe an, schmeißt euch im Sommer beim Beachvolleyball in den Sand, zieht im Schwimmbad regelmäßig ein paar Bahnen oder macht ausgedehnte Radtouren! Oder werdet als Trainer in einem Verein aktiv und vermittelt vielleicht das, was ihr selbst verpasst habt. Also los geht´s – am Besten gleich heute!“

 

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