Mit welcher Technik über die Hochsprunglatte?

Sport-Thieme Redaktion

Hochsprung gehört gemeinsam mit Stabhochsprung zu den vertikalen Sprüngen der Leichtathletik. Das Ziel ist es, eine möglichst hoch platzierte Latte zu überspringen, ohne diese durch eine Berührung hinunterzuwerfen. Gesprungen werden darf nur durch die eigene körperliche Sprungkraft. Das ist nicht so einfach - besonders für Ungeübte. Darum zeigen wir dir in diesem Blogbeitrag, wie du deinen Sportler:innen die Sportart Hochsprung einfach näher bringst. 

Das erwartet dich in diesem Beitrag:

 

So geht Hochsprung

Es gibt eine Vielzahl an Techniken, mit welcher eine Hochsprunglatte übersprungen werden kann. Diese unterscheiden sich zum Teil stark voneinander. Eine Regel gilt allerdings für alle Techniken: Es darf nur mit einem Bein abgesprungen werden. Der Hocksprung gilt als älteste Technik im Hochsprung, bei welcher frontal auf die Latte zugelaufen, abgesprungen und die Beine zu einer Hocke angezogen werden. Verständlicherweise konnten somit keine sonderlich hohen Höhen erzielt werden. Es folgte der Schersprung, welcher auch heute noch sehr bekannt ist. Bei dieser Technik läuft der Springer oder die Springerin schräg auf die Matte zu und springt mit dem lattenfernen Bein ab. Das andere Bein wird schwungvoll nach oben gezogen und landet zuerst auf der Matte. Die neueste und wohl bekannteste Technik nennt sich Fosbury Flop. Die Athlet:innen laufen schnell und kurvenförmig an, drehen den Rumpf und überqueren die Latte rücklings. Mit dieser Technik können aktuell höchste Höhen übersprungen werden.

 

Die 4 beliebtesten Hochsprungtechniken

  • Hocksprung:

- Das Schwungbein bleibt nach Absprung vorne. Das Sprungbein wird schnell herangezogen (Hockform).

  • Schersprung:

- Der Anlauf erfolgt gerade. Es wird mit dem mattenfernen Bein abgesprungen und das andere Bein gestreckt nach oben geschleudert und so über die Latte geführt. Das Absprungbein wird nachgezogen.

  • Straddle (Wälzer):

- Es wird eine schräge Rolle vorwärts ausgeführt. Der Bauch zeigt zur Latte. Das Absprungbein ist das mattennahe Bein. Die Landung erfolgt durch Abrollen über die Schulter.

  • Fosbury-Flop:

- Der Anlauf erfolgt bogenförmig. Das Absprungbein ist das lattenferne Bein. Dabei überholt das Schwungbein das Sprungbein. Die Arme werden hochgeschwungen. Bei der Überquerung der Latte geht der Kopf in Nackenhaltung und Hüfte sowie Rücken sind überstreckt. Die Landung erfolgt auf Schulter und Rücken.

 

Ist der Fosbury-Flop für die Kinderleichtathletik geeignet?

Beim Sportunterricht in der Schule solltest du darauf achten, dass bevor sich die Kinder auf eine Technik spezialisieren, sie die Vielfalt der Hochsprungarten kennenlernen. Denn durch das Bekanntwerden der Flop-Technik wurden andere Sprungtechniken wie der Hocksprung, der Schersprung oder der Straddle in den Hintergrund gerückt. Allerdings sollten gerade diese Hochsprungarten von den Kindern ausprobiert werden, damit sie praktisch erfahren, dass der Fosbury-Flop die effektivste Lattenüberquerung ist, die es gibt. Der Fosbury-Flop ist leicht zu üben und somit auch perfekt für das Erlernen im Sportunterricht geeignet, da man schnell Erfolgsergebnisse sieht. Richard Douglas Fosbury revolutionierte den Flop, da er als erster Springer die Latte rückwärts überquerte und somit 1968 bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille gewann.  

 

5 Tipps für die erste Hochsprung-Unterrichtseinheit 

Gerade Kids, die noch keinen Kontakt mit Hochsprung haben oder besonders ängstlich sind fällt es schwer, sich auf diese Sportart einzulassen. Die Angst, ungewollt auf die Latte zu springen, ist groß. Diese Ängste und Ungewissheiten kannst du mit unseren folgenden Tipps minimieren:

>> schafft Vertrauen, nimmt die Angst (besonders vor Schmerzen), erspart das lästige Wiederauflegen der Latte).

  • Laufwege und Absprungpunkte vorgeben und mit Bodenmarkierungen markieren

>> Mit Markierungen oder Klebestreifen auf dem Boden müssen sich die Kinder zuerst nur auf den Absprung und nicht auch noch auf den Anlauf konzentrieren. Mit der Zeit können diese Hilfen dann langsam abgebaut werden.

  • Die Wahl der richtigen Übungshöhe

>> Die Übungshöhe darf nicht der maximalen Sprunghöhe entsprechen.

  • Unterstützende Rückmeldungen geben

>> Erfolge betonen, höchstes ein Tipp pro Versuch, da sich die Kinder sonst wieder auf zu Vieles konzentrieren müssen.

  • Demonstration durch Lehrer:in oder Schüler:innen

>> Veranschauliche die Übung/Aufgabe deutlich und mache es den Schüler:innen leicht, die Übung zu verstehen.

 

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