Am 07. April ist Weltgesundheitstag – ein von der WHO ins Leben gerufener Tag, um vorrangige Gesundheitsprobleme ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Wie wir finden ein guter Grund, sich mit dem Thema Sport und Gesundheit auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, den Schweinehund zu überwinden und fit in den Frühling zu starten.
Das erwartet dich in diesem Beitrag:
- Ist Sport ist gesund?
- Wieviel Sport ist gesund?
- Welche Sportarten sind die gesündesten?
- Frühjahrsmüdigkeit - Mythos oder Realität?
Ist Sport gesund?
Die Antwort darauf ist ein klares Ja. Denn Sport bringt deinen Kreislauf in Schwung, stärkt deinen Körper und dein Immunsystem, reduziert Stress und sorgt für gute Laune. Dabei ist nicht Sport in Form von Leistungssport gemeint, sondern jegliche Art von Bewegung. Und wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift. Denn wenn du dich überanstrengst (und das gilt nicht nur für Fitness-Beginnende) riskierst du Verletzungen und Erschöpfung - und das ist bekanntlich nicht gesund. Also egal ob Walken, Yoga oder Krafttraining: Höre immer auf deinen Körper und geh nur so weit, wie du dich wohlfühlst.
Wieviel Sport ist gesund?
Laut WHO reichen schon 150 Min. moderate Bewegung pro Woche aus, um von den positiven Effekten des Sports zu profitieren. Das sind neben Bewegung im Alltag durch Treppen steigen, kurze Wege zu Fuß gehen usw. zusätzliche 5-mal 30 Min. leichte, sportliche Betätigung in Form von Spazierengehen, Radfahren oder leichtem Joggen plus 2 Std. Krafttraining pro Woche. Wer intensiver trainiert, kommt mit 75 Min. pro Woche hin.
Welche Sportarten sind die gesündesten?
Der gesündestes Sport ist der, den du regelmäßig und gerne machst! Natürlich gibt es für Fitness-Beginnende geeignete Sportarten, die besonders gelenkschonend und moderat sind. Hier sind die Top 5 Sportarten für Wiedereinsteiger:innen:
++ Schwimmen: gelenkschonendes Ganzkörper-Workout, bei dem das Wasser einen großen Teil des Gewichts trägt. Auch Sportarten wie Aqua-Jogging und Aqua-Fitness eignen sich hervorragend für dich, wenn du lange keinen Sport gemacht hast.
>> Lies dazu auch unseren Blog-Beitrag: Aqua-Fitness - effektives Ganzkörpertraining im Wasser
++ Nordic Walking: Die Bewegung an der frischen Luft tut richtig gut und besonders Einsteiger:innen und ältere Sportler:innen lieben den gelenkschonenden Sport mit dem natürlichen Rhythmus.
>> Blog-Beitrag: Nordic Walking: das Ganzkörpertraining für alle
++ Yoga, Pilates und Tai Chi: Hierbei bringst du Körper, Geist und Haltung in Einklang und dehnst und stärkst dabei sanft deinen Körper.
>> Lies dazu unseren Blog-Beitrag: Stuhlyoga - sanfte Übungen
++ Radfahren: Du kannst das Fahrrad als Transportmittel sehen oder als Sportgerät. Das sportliche Radfahren kurbelt das Herz-Kreislauf-System an und wirkt sich positiv auf die Gesäß- und Beinmuskeln aus.
++ Tanzen: Vielleicht muss es zu Beginn nicht gleich Rock´n´Roll sein, aber Standard-, Latein-, Square- oder Linedance sind top für die Koordination, Ausdauer und Glückshormon-Produktion.
Wann ist der beste Zeitpunkt, zu starten?
Dein Körper wartet nicht auf einen Montag oder den Neujahrstag. Starte also am besten jetzt, gleich, sofort! Erfahrungsgemäß ist es für den Kopf allerdings leichter, sich vor dem Start ein Ziel zu setzen und dann den Weg dahin festzulegen. Und das Frühjahr lädt natürlich zu Bewegung und Erneuerung ein. Also Sportschuhe aus dem Schrank holen und los geht´s! Trotz Frühjahrsmüdigkeit...
Frühjahrsmüdigkeit - Mythos oder Realität?
Ja, die Frühjahrsmüdigkeit gibt es wirklich und sie betrifft viele von uns in der Übergangsphase von Winter zu Frühling. Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Antriebslosigkeit und Kreislaufschwäche sind, laut einer Studie der Georgetown University in Washington, die Auswirkungen eines zu niedrigen Spiegels der hormonellen Stimmungsregulierer Serotonin und Dopamin. Schuld daran ist ein Mangel an Licht in den Wintermonaten. Denn Licht spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion dieser körpereigenen Hormone, und nach einem langen, dunklen Winter sind die Serotonin- und Dopaminspeicher relativ leer. Hinzu kommt der Temperaturwechsel. Steigen die Temperaturen, weitet der Organismus die Blutgefäße in der Haut, um automatisch für Kühlung zu sorgen. Diese Weitstellung der Gefäße hat jedoch einen raschen Blutdruckabfall zur Folge, der in den typischen Symptomen der Frühjahrsmüdigkeit spürbar wird. Und was dagegen hilft dagegen? Genau: Licht und Bewegung.
Quick-Tipps für die Monate März bis Mai:
- Bewegung im Alltag: Kniebeugen und Stretchingübungen während des Zähneputzens
- Alle Kurzstrecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß
- Ausgewogene, leichte Ernährung
- 2-3 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee trinken
- 30 Min. leichte, sportliche Betätigung wöchentlich plus 2-mal Krafttraining
Fasten und Sport
Und noch ein Thema, bei dem viele unsicher sind, ist das Thema Sport während der Fastenzeit. Fasten bedeutet den kompletten Verzicht auf Speisen, Getränke und vor allem Genussmitteln. Doch wie passt das mit sportlicher Betätigung zusammen? In keinem Fall solltest du, wenn du fastest, Leistungssport betreiben oder dich auf einen Marathon vorbereiten. Sanfte Bewegung wie Spazieren gehen und gemächliches Nordic Walking hingegen sind unbedenklich. Der Körper weiß dann, dass die Muskeln gebraucht werden und baut sie nicht ab.
Und auch wenn es gesund sein soll: folgende Personengruppen sollten gar nicht oder zumindest nicht ohne ärztliche Absprache fasten:
- Depressive oder sehr erschöpfte Menschen
- Personen mit Essproblemen wie Magersucht oder Bulimie
- Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen (Ausnahme: die Anti – Baby Pille)
- chronisch Erkrankte: Diabetiker:innen, Rheumatiker:innen, Menschen mit Arthrose oder Schuppenflechte
- Personen mit ausgeprägten Allergien, einer Herzinfarkt-Gefährdung oder mit hohem Blutdruck
- Übergewichtige mit einem Überwicht von mehr als 30 %
- Untergewichtige
- Schwangere Frauen und natürlich Kinder
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