Turnböcke - Bockspringen lernen im Schulsport

Sagen wir es mal vorsichtig: Bei Schüler:innen ist der Turnbock nicht allzu beliebt. Das 4-beinige Turngerät erscheint oft zu hoch und unüberwindbar. Darauf zuzulaufen und zur richtigen Zeit den Absprung einzuleiten, erfordert eine Menge Mut, Kraft und na klar: die richtige Technik. In unserem Beitrag wollen wir die häufigsten Fragen zu Turnböcken beantworten, die richtige Bocksprungtechnik vorstellen und dir Ideen zur Vorbereitung auf das Überspringen des Turnbocks zeigen. 

Das erwartet dich:

  

Welche Höhe beim Turnbock ist für Grundschulen geeignet?

Unsere Sport-Thieme Turnböcke sind in den folgenden Größen erhältlich: Verstellbar von 90-130 cm, 100-150 cm und 110-170 cm. Erfahrungsgemäß kannst du die kleineren und mittleren Turnböcke gut in Grundschulen einsetzen. Die mittelgroßen und großen Turnböcke eignen sich für weiterführende Schulen. 

Übrigens: Unsere Turnböcke kannst du in 5-cm-Schritten in der Höhe verstellen. Jeweils 1 Bein ist zusätzlich mit einer Klemmvorrichtung für eine stufenlose Feinjustierung versehen. Die Höhenverstellung erfolgt mittels 4 Drehknäufen. Die Sport-Thieme Turnböcke mit Beinen aus Buchenholz verfügen über ein Alu-Inlet für eine besonders leichte Höhenverstellung.

 

Wie viele Turnböcke solltest du für eine Turnhalle anschaffen?

Bei Schulen kommt es auf das Alter der Schüler:innen an. Für Grundschulen empfehlen wir 2 kleine und 2 mittlere Turnböcke. Für weiterführende Schulen mind. 2 mittlere und 2 große Turnböcke. Für den Vereinssport lohnt es sich, alle Turnbock-Größen anzuschaffen. So steht den Turner:innen je nach Körpergröße und Leistungsniveau das passende Trainingsgerät zur Verfügung. 

 

Bockspringen - Ablauf und Technik

Mit einem Turnbock trainieren Turner:innen ihre Sprungkraft. Doch bis der Sprung so richtig gut klappt, ist viel Übung nötig. So könnte die Unterstützung für deine Schüler:innen aussehen: 

Aufbau: Um die Sprungenergie zu verstärken, steht vor dem Turnbock ein Sprungbrett. Für geübte Schüler:innen kannst du auch ein Minitramp nutzen. Damit verstärkt sich die Sprungenergie jedoch um ein Vielfaches. Hinter dem Bock liegt ein Weichboden.

Anlauf: Der Anlauf ist für das Gelingen eines Sprungs sehr wichtig. Lass die Kids mit einem kurzen Anlauf starten und diesen dann bei jedem weiteren Sprung verlängern. Ihren persönlichen Anlaufpunkt markieren sie mit einer Anlaufmarke. 

Abspringen: Die Kinder springen mit beiden Beinen vom Sprungbrett ab. Dabei müssen sie den ganzen Körper, vor allem in den Bereichen Gesäß, Bauch und Beine anspannen und strecken. Kleiner Tipp: Um ein Gefühl für die Sprungenergie des Bretts zu bekommen, sollten die Kinder zuerst darauf federn und aus dem Stand abspringen dürfen.

Abstützen der Hände: Ein Turnbock hat nach allen Seiten hin eine abgerundete Stützfläche für das Abstützen der Hände als Unterstützung beim Sprung – ganz gleich, ob der Turnbock mit einer Hocke oder einem Grätschsprung übersprungen werden soll. Wichtig ist, dass die Turner:innen ihre Hände möglichst weit hinten auf dem Turnbock aufsetzen. Natürlich nutzen sie diese Fläche auch für Übungen im Knien und Sitzen.

Beine Sprunggrätsche: Bei der Sprunggrätsche werden die Beine gegrätscht und der Bock wird, unterstützt von dem Druck der Hände, übersprungen. 

Beine Sprunghocke: Bei der Sprunghocke ziehst du die Knie in Richtung Brust und schiebst sie kompakt zwischen deinen Stützarmen hindurch nach vorne, bevor du die Beine für eine sichere Landung wieder streckst.

Landung: Bei allen Bocksprüngen ist es wichtig, im Stand zu landen. Dabei gehen die Knie/Füße vor und die Füße landen hüftbreit auseinander. Wichtig: Während der Landung sind Hüfte und Knie durchlässig. Erst nach der Landung werden die Knie durchgestreckt und die Arme gestreckt nach oben geführt. 

Hilfestellung Bockspringen: Um die Kids jederzeit am Oberarm packen zu können, solltest du eine Unterstützung rechts und eine links hinter dem Gerät positionieren. 

 

Übungen zur Vorbereitung auf das Bockspringen

Die ersten Sprünge dienen dazu, den Bewegungsablauf kennenzulernen. Darum solltest du mit den Schüler:innen die einzelnen Schritte durchsprechen und vereinfacht durchführen:

Anlaufen üben: Die richtige Geschwindigkeit und der perfekte Absprung auf dem Sprungbrett sind entscheidend für das Gelingen. Übe mit den Kids also immer wieder das Sprinten.

Abspringen üben: Wichtig ist, dass die Kids verstehen, welche Körperteile beim Absprung involviert sind. Geh in die Hocke und drück dich aus der Hocke nach oben. Dabei die Gesäßmuskeln anspannen, die Knie strecken und den Abdruck der Füße vom Boden spüren. Auch der Bauch muss unterstützen. 

Überspringen üben: Bei den ersten Übungen im Bockspringen sollten sich die Kinder auf das Gerät knien. Erst wenn sie sich richtig sicher fühlen, sollten sie mit einem Bein knien und dem anderen Fuß landen. Danach entweder in die Sprunggrätsche oder den Hocksprung gehen.

Landen üben: Die Landung sollte möglichst gelenkschonend ausfallen und darum besonders weich sein. Übe mit den Kids erst aus kleinen Höhen und steigere dann langsam für die perfekte Landung – auf den Fußballen landen und dann über den ganzen Fuß abrollen. Dabei sind die Knie durchlässig und die Füße hüftbreit aufgestellt. Auch die Arme unterstützen das „Abbremsen“. 

 

„Steh Bock, lauf Bock“ - das beliebte Fangspiel zur Vorbereitung 

Kinder lernen am schnellsten mit Spaß - und merken dabei gar nicht, dass sie etwas lernen. Zur Vorbereitung kannst du darum das beliebte Fangspiel „Steh Bock, lauf Bock“ spielen. Und so geht´s: Es gibt 1 Person, die fängt. Wer von ihr angetippt wird, bleibt stehen und wird zum Bock. Erst ein Bocksprung über den Rücken befreit die Angetippten. Zuerst werden kniende Mitschüler:innen übersprungen, nach ein wenig Übung dann gebeugte.

 

Sport-Thieme Turnböcke und weitere Turngeräte sowie Turnhilfen wie Soft-Turngeräte für besonders kleine oder ängstliche Schüler:innen findest du bei uns im Sport-Thieme Onlineshop. Schau doch mal rein!

 

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