Nikolaus in aller Welt: Tag der kleinen Geschenke

Sport-Thieme Redaktion

Am 6. Dezember ist Nikolaustag – der Tag der geputzten Stiefel und kleinen Geschenke! Wo dieser Brauch herrührt, wie andere Länder diesen Tag feiern und was Kinder zum Nikolaus bekommen könnten, klären wir in diesem Beitrag. 

Gefüllter Nikolausstiefel im Schnee

 

Warum feiern wir Nikolaus?

Der Nikolaus-Tag ist der Ehrentag des katholischen Bischofs Nikolaus von Myra, der im 3. Jahrhundert in Lykien in der heutigen Türkei lebte und am 6. Dezember zwischen 345 und 351 verstarb. Während seines Lebens soll er zahlreichen Legenden nach großherzige Wunder vollbracht haben. So soll er arme Jungfrauen vor einem Leben auf der Straße bewahrt haben, indem er ihnen Geschenke zuwarf. Daraus entstand der sogenannte „Wurf-Brauchtum“. Die Menschen begannen, nach dem Vorbild des Heiligen Nikolaus Kindern Geschenke zuzuwerfen. Den inzwischen in Deutschland weit verbreiteten Brauch, geputzte Schuhe am Abend in der Hoffnung vor die Tür zu stellen, dass der Nikolaus in der Nacht Nüsse, etwas Süßes und ein kleines Geschenk in die Schuhe der lieben, artigen Kinder steckt, entstammt der Legende, dass der Nikolaus Goldmünzen in Schuhe legte, die vor den Häusern standen.

 

Was bekommen unartige Kinder vom Nikolaus?

Artige, liebe, fromme Kinder bekommen Süßes und Geschenke vom Nikolaus. Aber was ist mit den frechen, unartigen Kindern? Ihnen bringt der Nikolaus traditionell eine Rute, also ein Bündel aus Reisig. Das sind dünne Birkenäste. Doch dafür ist gar nicht der Nikolaus zuständig, sondern sein Gehilfe, der Knecht Ruprecht. Interessant zu wissen: Während wir heutzutage die Rute als Angstmacher und Züchtigungsinstrument ansehen, galt die Berührung mit der Rute früher als gutes Zeichen. Die Zweige symbolisierten Leben und Hoffnung, sollten Kraft geben und Glück bringen.

 

Nikolaus in aller Welt

Die Nikolaustradition ist nicht nur in Deutschland bekannt. Doch wie heißt es so schön: andere Länder, andere Sitten. Und so feiern andere Länder den 6. Dezember: 

Österreich mit Krampusumzügen

Wie auch in Deutschland erwarten die Kinder auch in Österreich Geschenke vom Nikolaus. Im Unterschied zu den deutschen Traditionen kommt der Nikolaus dort in Begleitung einer Gruppe von Krampussen, den bösen Begleitern. Sie bestrafen unartige Kinder. In vielen österreichischen Dörfern werden Krampusumzüge veranstaltet, bei denen die Krampusse mit Ketten, Glocken und Ruten lärmend durch die Straßen ziehen und die Leute erschrecken. Übrigens: auch im Süden Deutschlands werden der „Krampus“ oder „Barti“ als übelgelaunte Gesellen des Nikolaus mit den Ruten dargestellt. 

Schweiz mit Klausbräuchen

Im deutschsprachigen Teil der Schweiz heißt der Nikolaus „Samichlaus“ und kommt mit dem „Schmutzli“ am Abend des 6. Dezember zu den Kindern. So reitet er auf seinem Esel durch die Straßen und verteilt Lebkuchen an die Kinder. Diese sagen Samichlaus-Sprüche auf, um die Leckereien zu erhalten. In den ländlichen Gegenden finden nächtliche Lärmbräuche, sogenannte Klausbräuche statt. Im italienischsprachigen Tessin kommt die „Befana“ und in der französischsprachigen Westschweiz die „Chauche-vieille“ - das weibliche Pendant zum Nikolaus. 

Rumänien feiert „Moş Nicolae“

In Rumänien stellen Kinder ebenfalls Schuhe vor die Haustür und warten sehnlichst auf süße Geschenke von „Moş Nicolae“, der ebenfalls auf Nikolaus von Myra zurückgeht. Falls sie unartig waren, steckt der Nikolaus eine Apfelbaum-Rute in den Schuh. Wenn man diese Rute ins Wasser stellt und sie bis Weihnachten zu blühen beginnt, vergibt „Moş Nicolae“ den unartigen Kindern. 

Kroatien - Rute in Gold

Ähnlich zu der Tradition in Rumänien geht es in Kroatien zu, wo „Sveti Nikola“ den braven Kindern Süßigkeiten bringt. Unartige, freche Kinder bekommen eine goldene Rute mit roter Schleife. Regional wird der Nikolaus in Rumänien manchmal von Krampussen oder einem Engel begleitet.

Luxemburg mit ausgeprägter Nikolaus-Tradition

In Luxemburg bringt Klees’chen den Kindern am 6. Dezember Geschenke in die Stiefel vor der Haustür - ein Schulfeiertag in Luxemburg. Auch interessant: In Luxemburg wird auch der Nikolaus beschenkt, denn die Kinder bereiten einen Teller mit Keksen für den Nikolaus vor und dem Esel etwas Heu unter dem Tisch.

Niederlande heißen „Sinterklaas“ willkommen

In den Niederlanden glauben die Menschen, dass der „Sinterklaas“ bereits Mitte November mit einem Schiff aus Spanien ankommt und dann durch das Land reist. Am Abend des 5. Dezember stellen die Kinder dafür ihre Stiefel neben den Ofen, in denen der Wunschzettel für Weihnachten steckt.  Zusammen mit seinem Helfer „Zwarte Piet“ beschenkt der Nikolaus die braven Kinder mit Leckereien. Die unartigen bekommen ein Stück Kohle. Wie auch in Luxemburg stellen die Kinder einen Teller Kekse für den Nikolaus und für das Pferd eine Möhre und Wasser auf.

Alter Mann mit weißem Nikolausbart und rotem Mantel

Mexiko fliegt in die bunte Weihnachtszeit

Traditionell fliegt „Papa Noel“ am 6. Dezember mit dem Hubschrauber in das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro ein. Er eröffnet hier die Weihnachtszeit mit einer farbenfrohen und lauten Nikolausparty, bei der etwa 200.000 Menschen feiern.

Nikolaus und Weihnachtsmann sind nicht identisch

Ach übrigens: Obwohl sich Nikolaus und Weihnachtsmann mit ihren roten Mänteln, weißen Bärten und den Säcken voller Geschenke ähneln, sind es doch 2 unterschiedliche Männer. Der Weihnachtsmann wohnt am Nordpol und wirft große Geschenke vom Rentierschlitten in die Kamine. Der historische Nikolaus von Myrna mit traditionellem Priestergewand und Bischofsstab kommt auf dem Esel daher und verteilt Obst, Nüsse und Kleinigkeiten.

 

Geschenkideen für den Nikolaus-Stiefel

Neben Apfel, Nuss und Mandelkern lieben Kinder auch kleine Geschenke zum Nikolausfest. Die Betonung liegt auf klein, sollten sie doch zusammen mit den Leckereien in den Stiefelschaft passen. Wir haben Geschenkideen zusammengestellt. Lass dich inspirieren:  

++ Nerf „Aero Howler“: Diese Wurfrakete dreht sich im Flug um die eigene Achse - wenn man den Dreh raus hat. Der aktuelle Rekord liegt bei 90 m. Vielleicht schaffst du ja mehr? 

++ EduPlay Flummi-Zauberkugel: Wie ein bunter Schneesturm wirbelt das Konfetti im Inneren der Kugel, wenn du sie wirfst oder rollst. Das verzaubert nicht nur im Winter.

++ Zeitlupenbälle: Diese luftgefüllten Bälle vermitteln ein Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung, wenn sie durch den Raum schweben. Und dabei sehen das transparente Grün und Lila auch noch schön aus. 

++ Sport-Thieme Devilstick: Mit diesen 3 Stäben kannst du wundervoll jonglieren. Den Stick nach oben zu werfen und aufzufangen, ist eine leichte Übung. Kannst du dich dabei um die eigene Achse drehen? 

++ Sport-Thieme Beanbags „Rasta“: Die 3 farbenfrohen Häkel-Bälle sind Jonglierbälle, Footbags und Anti-Stressbälle zugleich, denn ihr Obermaterial ist weich und dabei extrem robust.

++ Gummitwist: Seite, Seite, Mitte, Breite, Seite, Seite, Mitte, raus! Bekommst du bei diesem Reim nicht auch Lust mitzuhüpfen? Die Spielanleitung gibt es hier >> Gummitwist

++ Springseil: Ein super Nikolaus-Geschenk für Kinder und Erwachsene ist ein Springseil. Natürlich sind die Anforderungen daran unterschiedlich. Mehr darüber erfährst du hier >> 5 Tipps zum Seilspringen lernen

++ Erzi Stapelgeister: Die kleinen, bunten Geisterlein kannst du toll aufeinander stapeln - so lange, bis der Geisterturm zusammen kracht. Schon gesehen? Die Geister haben unterschiedliche Gesichtsausdrücke!

++ Domino: Der Klassiker unter den Legespielen ist auch ein Nikolaus-Klassiker. Die länglichen Spielsteine passen nämlich perfekt in den Stiefel. Zugegeben: von unserem Riesen-Domino passen vermutlich nur 1 bis 2 Spielsteine in einen Kinderschuh. Den Rest muss dann der Weihnachtsmann nachliefern... 

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