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Internationale Exkursion 2014 der Ostfalia Hochschule – Teil 3

Ein weiterer Gruß aus Istanbul:

5.Tag – 5. November: Besuch des Nationalen Olympischen Komitees sowie des Volleyball-Verbandes auf der asiatischen Seite Istanbuls.

Der fünfte Tag der internationalen Exkursion in Istanbul startete auch dieses Mal wieder sehr früh und bot einige Überraschungen. Die erste folgte an der Busstation, wo wir geschlagene 1,5 Stunden auf unseren Bus warten mussten. Einen Busplan gibt es leider nicht und wir hatten, wie wir später erfuhren, Glück, dass der Bus überhaupt erschienen ist und uns mitnehmen wollte. Mit der Unterstützung von einigen freundlichen und hilfsbereiten Einwohnern schafften wir es noch rechtzeitig zu unserem Termin beim Nationalen Olympischen Komitee.

Die internationale Exkursion vor dem Gebäude des türkischen nationalen Komitees

Die internationale Exkursion vor dem Gebäude des türkischen nationalen Komitees

Großes Potential an türkischen Sportlern und Sportlerinnen

Der zuständige Sportdirektor Alp Berker nahm sich äußerst viel Zeit für uns und ging auf jeder der gestellten Fragen ausführlich und sympathisch ein. Eines der wichtigsten Themen, gerade aus Sicht des NOK war die Bewerbung für die olympischen Spiele 2020 und deren Niederlage in der finalen Abstimmung gegen Tokio. Durchaus selbstkritisch erklärte Berker, dass es eine Entwicklung in der Mentalität der türkischen Gesellschaft gegeben hat, sodass auch die mittlerweile fünfte Olympiabewerbung in einem völligen anderen Licht zu sehen ist.

Uns wurde anhand der Darstellung von vielen Projekten und Bedürfnissen klargestellt, dass eine Zusage für die olympischen Spiele für Istanbul ein wichtiger Schritt nach vorne gewesen wäre. Insgesamt ist das Potential an Sportlerin in Istanbul riesengroß, jedoch scheitert es an Qualität in vielen Bereichen und an den nötigen Mitteln, diverse Missstände, wie z.B. das Fehlen von Sportstätten, ohne die Hilfe eines Mega-Events, zu bewältigen.

Schulsport ohne Leistungsdruck

Weiterhin wurde auch die große Diskrepanz zwischen Armut und Reichtum in Istanbul erläutert und ebenso die zusammenhängenden Projekte, wie das Lehren der olympischen Disziplinen und auch den Werten an Schulen oder auch Sportschulen für arme Kinder, die ohne den Druck eines Wettkampfes, die Möglichkeit bekommen sich sportlich zu betätigen.

Nach einer kleinen aber sehr schmackhaften Stärkung, wurden wir noch mit einem Geschenk überrascht, über das wir uns sehr gefreut haben und diese natürlich direkt für unser anstehendes Gruppenfoto anzogen (siehe Bild oben).

Überfahrt nach Asien

Daraufhin folgte ein kleiner Fußmarsch und anschließende eine längere Zugfahrt, da wir uns vom Süden Istanbuls an den Hafen vorarbeiten mussten und anschließend mit der Fähre auf die asiatische Seite der Millionenmetropole übersetzen mussten. Nach einem kurzen Mittagssnack mit herrlichem Ausblick machten wir uns auf den Weg zum Volleyball-Verband. Dieser befindet sich direkt im angrenzenden Stadion von Fenerbahçe Istanbul. Handan Kortak, die Kommunikationschefin des Verbandes, gab uns einen informativen Überblick über Marketingkonzepte des Verbandes aber auch über verschiedene Einnahmequellen.

Die siegreiche Istanbuler Fehnerbace Mannschaft.

Die siegreiche Istanbuler Fehnerbace Mannschaft (blau) bei ihrem ersten gewonnen Satzpunkt.

Türkischer Volleyball in Asien auf dem Vormarsch

Interessant war hier vor allem die Tatsache, dass der türkische Volleyball gerade in Japan und China einige Fans vorzuweisen hat und dorthin ebenfalls Medienrechte verkauft wurden. Des Weiteren stellte sie einige Unterschiede vor, bezüglich Zielegruppenkontakt und deren Ansprache, und erklärte, dass Social Media und andere Bereiche nicht so stark frequentiert werden wie man es erwarten würde, aber der türkische Volleyball-Verband besonders mit SMS Werbung versucht neue Zuschauer in die Stadien zu locken.

Spannender 15:9 -Sieg für Fenerbahçe Istanbul

Direkt im Anschluss an die Präsentation wurden wir in die angrenzende Halle geführt und konnten, Heimspiel von Fenerbahçe Istanbul, in der Championsleague der Volleyball Männer, gegen den italienischen Vertreter Cucine Lube, zuschauen und den deutschen Spieler Marcus Böhme anfeuern. Zwar waren nur eine handvolle Fans im Stadion, jedoch sorgten diese für eine fantastische Atmosphäre, sodass man nur erahnen konnten, welche Stimmung normalerweise solche Heimspiele prägt und ausmacht. Insgesamt wurde uns das Maximum von 5 spannenden Sätzen geboten und, zu unserer Freude gingen, die türkischen Gastgeber mit 15:9, im entscheidenden Satz, als Sieger vom Platz.

Das Zeitmanagement war genau richtig abgestimmt, denn die letzte Fähre legte um 22.30 Uhr ab, sodass wir noch sicher und stressfrei zu unserem Hotel und in unsere Betten zurückkehren konnten.

 

6.Tag – 6. November: Vortrag beim Türkischen Basketballverband und Besuch mit Präsentation im Adidas Head Office

Die Woche in Istanbul neigt sich so langsam dem Ende entgegen, aber daran war an diesem Tag noch nicht zu denken. Im Gegenteil. Aufgrund der Erfahrung in den letzten Tagen bemühten wir uns immens genügend Puffer einzubauen, da wir großen Respekt vor dem Istanbuler Nahverkehr entwickelt haben. Diese Disziplin, und das damit verbundene frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, sodass wir ein wenig früher als erwartet am Hauptquartier des Türkischen Basketball-Verbandes eintrafen aber uns noch ein wenig im sonnigen Garten erholen konnten.

Das Gebäude des türkischen Volleyballverbandes macht viel her, auch mit der internationalen Exkursion davor.

Das Gebäude des türkischen Volleyballverbandes macht viel her, auch mit der internationalen Exkursion davor.

Werte im türkischen Basketball

Das hochmoderne und optisch sehr ansprechende Verbandsgebäude wurde uns anhand einer kurzen Führung vorgestellt und die verschiedenen Arbeitsbereiche der einzelnen Bereiche näher erläutert. Es folgten mehrere Präsentationen zu den Themen: Soziale Projekte, Markenmanagement und dem interessanten Thema „ Die Wichtigkeit und Kreation von Werten im türkischen Basketball“. Hierbei bot uns das Team rund um Tuvana Tinaz interessante Einblicke über die Arbeit eines Basketballverbandes, der Notwendigkeit von Marketingmaßnahmen und der Zusammenarbeit mit der Agentur Infront.

Auf zum Adidas Head Office

Danach wurden wir in die unternehmenseigene Mensa eingeladen, welche direkt im angrenzenden Stadion liegt und erfreuten uns über die angenehme Atmosphäre, sodass wir am liebsten noch länger auf unseren Stühlen sitzen geblieben wären. Nach einem kurzen Besuch und dem obligatorischen Gruppenfoto auf dem Basketballspielfeld, welches wir am morgigen Abend nochmals besuchen werden, machten wir uns wieder zurück zur Bahnstation, da uns auch heute wieder eine lange Reise zum Adidas Head Office bevorstand.

Auch dieses Mal sollte die deutsche Pünktlichkeit wieder zuschlagen. Jedenfalls dachten wir das. Kurzerhand später war uns klar, dass wir vor dem alten Adidas Head Office standen, welches mittlerweile anderweitig genutzt wird. Davon ließen wir uns jedoch nicht unterkriegen und konnten, mit der Hilfe eines freundlichen Unbekannten, eine Alternativlösung finden. Somit erschienen wir pünktlich zu unserem Termin und waren ganz angetan von den Räumlichkeiten des Büros, sowie der wunderschönen Dachterrasse mit herrlichem Ausblick auf Istanbul.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Die Präsentation des Marketingmanagers für Sport Serdil Gözelekli schaffte bei uns den Eindruck, dass große Teile unseres Studiums in der Praxis genauso genutzt werden, wie wir sie in den letzten 5 Semestern erlernt und versucht haben anzuwenden. Insgesamt wurden uns ein kleiner Einblick in die Sportartikelindustrie der Türkei gewährt und dies vor allem durch eine sehr emotionale Darstellung am Beispiel der Einführung von den neuen Trikots der Clubs Beşiktaş und Fenerbahçe näher gebracht. Das hierbei viele Eigenheiten in der Gestaltung eine Rolle spielen und meist Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen. Das Highlight war letztendlich sicherlich das Angebot das Europa League Spiel von Beşiktaş gegen Partisan Belgrad anzuschauen, sodass der Tagestrip für die meisten von uns noch lange nicht zu Ende war.

 

Adidas Headquarter

Im Adidas Headquarter konnte die internationale Exkursion einen sehr guten Einblick in die Sportmarketing-Aktivitäten des Herzogenauracher Sportartikelherstellers in der Türkei gewinnen.

 

Viele Grüße senden Euch Eure Gastautoren der Ostfalia Hochschule!

 

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