Handball ist eine sehr beliebte Sportart, die vor allem im europäischen Raum weit verbreitet ist. Als Mannschaftssport ist Handball natürlich auch bestens geeignet für den Sportunterricht in der Schule. Denn die Schüler:innen lernen neben den Spielregeln, Werfen, Zielen und Fangen auch im Team zu agieren. Fairness wird im Handball ganz groß geschrieben - das fördert die Teamentwicklung und stärkt die Klassengemeinschaft. Darum wollen wir hier die wichtigsten Fragen rund um Handball im Schulsport klären.
Das erwartet dich hier:
- Die wichtigsten Handball-Regeln für die Schule kurz erklärt
- Die bekanntesten Wurf-Techniken für Kinderhandball
- Einfache Handballspiele als Übungen für den Schulsport
Die wichtigsten Handball-Regeln für die Schule kurz erklärt
Beim Handball stehen sich pro Team jeweils 6 Feldspieler:innen und ein:e Torwart:in gegenüber - mit dem Ziel, möglichst viele Tore in der vorgegebenen Spielzeit zu erzielen. Handball im Schulsport zu spielen, bietet den Kindern die Möglichkeit, ihr Augen-Hand-Koordination zu verbessern, Kondition zu erlangen, Balltechniken wie Prellen, Werfen und Fangen zu erlernen sowie allgemeine Spielfähigkeiten wie die Wahrnehmung im Breiten- und Tiefenraum sowie situationsgerechtes Agieren zu erwerben. Dafür ist kein vollständiges Regelwerk nötig. Die wichtigsten Regeln für Handball im Schulsport sind:
- Das Team besteht aus 6 Feldspieler:innen und einem Torwart oder einer Torwartin
- Weder die Füße noch die Unterschenkel dürfen benutzt werden
- Der Torwartraum darf nur vom Torwart oder der Torwartin selbst betreten werden
- Der Ball muss nach 3 Sek. oder 3 Schritten abgespielt werden – außer man prellt ihn mit der flachen Hand auf den Boden
- Ein:e Spieler:in darf mehrmals ein- und ausgewechselt werden
Die bekanntesten Wurf-Techniken für Kinderhandball
Im Handball gibt es, wie in anderen Ballsportarten auch, verschiedene Techniken den Ball zu spielen. Im Folgenden findest du Übungen für das Handball-Training der 3 bekanntesten Wurftechniken im Kinderhandball. Die Techniken sind hier für Rechtshänder:innen beschrieben. Für Linkshänder:innen bitte entsprechend anpassen:
- Der Sprungwurf ist die wohl wichtigste Wurf-Technik beim Handball. Denn durch den Wurf aus der „Höhe“ erschwerst du den Gegner:innen das Abblocken des Balls. Der Sprungwurf lässt sich in die Abfolge Anlauf, Absprung und Rückführung des Wurfarms einteilen. Der Absprung wird mit einem Dreischrittrhythmus (links–rechts–links) eingeleitet. Dabei führst du den Ball auf Brusthöhe. Mit dem letzten Schritt führst du den Ballarm nach hinten oben. Mit Kraft und Körperspannung wird der Wurf ausgeführt. Für mehr Stabilität winkele das Knie des Sprungbeins seitlich im Abspreizwinkel von ca. 45 Grad an.
- Beim Schlagwurf steht das linke Bein vorne nach innen orientiert. Dabei befindet sich der Ball vor dem Körper. Wird der Ball nach hinten geführt, ist der Wurfarm fast gestreckt und der Ellenbogen befindet sich auf Schulterhöhe. Während des Wurfs solltest du nach vorne schauen und nicht einknicken.
- Der Laufwurf dient dazu, den Torwart oder die Torwartin zu überraschen. Ausgeführt wird er fast genauso wie der Schlagwurf. Jedoch wirfst du den Ball erst dann, wenn das rechte und nicht das linke Bein vorne steht. Dieses führt zu einem Überraschungseffekt.
Einfache Handballspiele als Übungen für den Schulsport
Bevor du startest, solltest du dich gründlich aufwärmen und dehnen. Widme dich dabei vor allem den Armen und Beinen, denn sie werden während des Spiels besonders stark beansprucht.
Prellen: Baue je nach Personenzahl einen oder mehrere Parcours auf, durch die die Kids den Ball prellen müssen. Slalom um die Hütchen sollte Handball-Einsteiger:innen schon ausreichend fordern. Steigern kannst du diese Übungen durch abwechselndes Prellen, das Prellen mit der „schwächeren“ Hand bzw. durch weitere Hindernisse wie Turnbänke zum Übersteigen oder wackelige Untergründe.
Werfen: Das Ziel beim Handball ist es, möglichst viele Tore in der vorgegebenen Spielzeit zu werfen. Das beste Training für genaues Werfen ist Zielwerfen. Markiere die Anlauflinie und stell in einiger Entfernung 6 Pylonen auf eine Turnbank. Diese müssen getroffen werden. Für jede gefallene Pylone erhält die Person 1 Punkt. Bei Fortgeschrittenen kannst du zusätzlich Anforderungen an das Anlaufen stellen wie z. B. mit 3 großen Schritten oder mit Dribbelschritten. Weitere Steigerung wären Hürden, die übersprungen werden müssen sowie die spontane Ansage deinerseits, welcher Pylon getroffen werden soll!
Werfen und Ausdauer: Baue an einer Stelle der Halle einen Starpunkt mithilfe von Turnmatten auf. An der gegenüberliegenden Hallenwand nimmst du umgedrehte, kleine Kästen als Ziel. Markiere in einiger Entfernung vor den Kästen eine Turnbank mit 3 Bällen pro Team. In der Hallenmitte säumen Pylonen eine kleine, eine mittlere und eine größere Laufstrecke. Die Teams stellen sich bei den Matten auf. Die erste Person einer jeden Gruppe läuft los zu den Kästen und zielt mit den Bällen. Wer alle in den Kasten wirft, läuft die kleinste Runde. Wer daneben wirft läuft die nächste Längere usw. An der Startmatte angekommen, startet der oder die nächste aus dem Team!
Passen: Eine beliebte Trainingseinheit im Handball ist das hin und her passen. Teile die Gruppe in 2 Mannschaften ein. Zum Aufwärmen reicht es sicherlich, wenn sich A und B gegenüberstehen, den Ball passen und die Abstände zwischen sich variieren. Als Steigerung kannst du eine Turnbank aufstellen. Der Ball soll 1-mal vor und 1-mal hinter der Bank aufkommen. Herausfordernder ist es, wenn die Spieler:innen auf einer Bank stehen. Als Abschlussübung können alle der Mannschaft A den Ball hin und her passen, während Mannschaft B versucht, den Ball zu fangen.
Pedalo, Ball und Torwand: das richtige Equipment
Damit sich die Schüler:innen steigern können, kannst du neben Werfen, Fangen und Prellen auch die Ausdauer sowie Kraft und Koordination trainieren. Mit diesen Hilfsgeräten kannst du das Handball-Training noch effektiver gestalten:
Kraftübungen: Für kräftige Würfe kannst du eine kleine Trainingseinheit mit Kraftübungen wie z. B. Liegestütze einbauen. Oder du machst Wurf-Übungen mit einem Medizinball.
Koordination: Laufen und Werfen und dabei die anderen im Blick haben, erfordert ein großes Maß an Koordination. Spaßbringende, aber sehr effektive Übungen sind dafür das Fahren auf dem Pedalo. Einen Ball dabei in der Hand halten oder ihn sogar einer anderen Person zuwerfen, ist dann die Steigerung.
Reaktionstraining: Auch der Torwart oder die Torwartin sollte im Training nicht zu kurz kommen. Das Reaktionstraining mit dem Sport-Thieme Tchoukball fordert richtig. Der Ball springt nach dem Aufprall je nach Winkel in eine andere Richtung.
Torwürfe: Damit der Wurf nicht immer nur auf den Torwart oder die Torwartin geht, können an der Torwand-To-Go gezieltere Würfe trainiert werden. Sie ist ganz einfach und vor allem schnell zu montieren, denn jede Sekunde zählt.
Handball: Ein wichtiges Utensil sowohl im Training als auch beim Spiel ist der Ball. Für den Schulsport empfehlen wir den Sport-Thieme Handball „School“. Er ist in den Größen 2 und 3 erhältlich und somit für jede Schulklasse im Sport einsetzbar. Die wichtigsten Kaufkriterien für Handbälle sind eine sehr gute Griffigkeit und Sprungfähigkeit sowie die richtige Größe - für bessere Spielfähigkeit und Ballkontrolle.
Und das sind die Handballgrößen im Überblick:
- Handball Größe 0 – für Kinder im Grundschulalter bis 10 Jahre
- Handball Größe 1 – für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren
- Handball Größe 2 – auch „Frauenball“ genannt ab 12 Jahren für Männer und 14 Jahren für Frauen
- Handball Größe 3 – der „Männerball“ für Herrenmannschaften ab 16 Jahren
Ob für das Training oder das Spiel: In unserem Sortiment findest du passende Handbälle für deinen Sportunterricht, Handballtore, Handballtornetze sowie verschiedene Hilfsmittel, um dein Handball-Training abwechslungsreicher zu gestalten.