Die wichtigsten Cornhole-Spielregeln einfach erklärt

Cornhole ist ein unterhaltsames Wurfspiel mit einfachen Regeln, das sich ideal für Schulfeste, Sommerpartys und Ferienfreizeiten eignet – und das macht den Reiz aus. Aber hast du gewusst, dass Cornhole ein echter Sport ist? Mit Wettkämpfen, Trainings, Ligen, Fans, Profis und allem, was dazu gehört? Wir zeigen dir in diesem Beitrag alle Facetten des Cornhole.

Das erwartet dich hier:

 

Spielziel

Beim Cornhole, auch Bean Bag Toss genannt, treten 2 Teams gegeneinander an. Abwechselnd werfen sie gefüllte Säckchen (Bags) auf ein schräg aufgestelltes Brett mit Loch. Das Ziel ist es, zuerst 21 Punkte zu erreichen.

Unser Tipp: Eine lustige Spielvariante ist, genau 21 erreichen zu müssen. Wer drüber liegt, fällt auf 15 zurück.

 

Spielaufbau

Jedes Spiel wird mit 2 Boards gespielt, deren Kopfseiten sich mit einem Abstand von 8 m gegenüberstehen. Die Wurfzonen befinden sich zu beiden Seiten eines jeden Boards. Die Begrenzungen der Wurfzonen dürfen beim Wurf nicht betreten werden.

 

 

 

 

Losen vor Beginn des Spiels

Vor Beginn des Spiels wird per Münzwurf entschieden, wer in welcher Wurfzone steht und wer den 1. Durchgang eröffnet. 

 

Cornhole Spielregeln: So wird gespielt

Diese Regeln entspringen dem Regelwerk des Deutschen Cornhole Verband (DeCoV). Stand 10/2014.

  • Das Spiel ist in Sätze eingeteilt, welche wiederum in Durchgänge unterteilt sind.
  • Häufig wird im Best-of-3-Modus gespielt, d. h. es gewinnt die Partei, welche zuerst 2 Sets gewinnen konnte.
  • 1 Set ist gewonnen, wenn eine Partei nach Ablauf eines Durchgangs 21 Punkte erreichen konnte.
  • Von Durchgang zu Durchgang wird abwechselnd auf Board 1 und Board 2 geworfen. Jede Partei wirft dabei immer aus der ihr zugewiesenen Wurfzone A bzw. B.
  • In jedem Durchgang haben beide Parteien jeweils 4 Säckchen zu werfen.
  • Die Säckchen werden dabei immer abwechselnd geworfen. Vor dem 1. Durchgang wird durch das Los entschieden, welche Partei zuerst wirft.
  • In den folgenden Durchgängen wirft immer zuerst diejenige Partei, welche den vorherigen Durchgang gewinnen konnte. Das gilt auch satzübergreifend. Sollte ein Durchgang unentschieden ausgehen, so beginnt die Partei den nächsten Durchgang, die auch den unentschiedenen Durchgang eröffnete.
  • Jede:r Spieler:in wirft pro Runde 4 Bags – abwechselnd mit dem Gegner/der Gegnerin.
  • Übertritt 1 Person beim Wurf die Vorderkante des Brettes, zählt der Wurf nicht und das Bag wird entfernt.
  • Bags, die Bodenkontakt hatten, werden nicht gezählt und vom Spielfeld entfernt.
  • 3 Punkte zählen Säckchen, die durch das Hole fallen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Säckchen direkt durch das Loch geworfen werden, oder ob diese vorher auf dem Board platziert werden und im weiteren Verlauf eines Durchgangs durch das Hole fallen.
  • 1 Punkt zählen Säckchen, die auf dem Board platziert sind.
  • Gezählt wird, nachdem beide Parteien ihre gesamten Säckchen geworfen haben.
  • Rundenwertung: Es zählt die Differenz der Punkte. Z. B.: Team A wirft 7 Punkte, Team B wirft 5, dann erhält Team A 2 Punkte. 

  

Cornhole als Wettkampfsport

Cornhole ist ein organisierter Wettkampfsport – nicht nur in der ACL (American Cornhole League) sondern auch in der DCO (Deutsche Cornhole Organisation). Es gibt organisierte Ligen und landesweit veranstaltete Turniere und Meisterschaften. In der Turnierform des Corneholes werden genormte Boards und Bags nach offiziellen Standards verwendet. Die Wettkämpfe werden im Einzel und Doppel ausgetragen. Das Punktesystem ist identisch dem des Freizeitspiels. Der entscheidende Unterschied: Die Profis haben einen sogenannten Shot Clock. Das bedeutet eine Zeitbegrenzung von 12 bis 20 Sek. pro Wurf - je nach Verband, Turnier oder Liga. 

 

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