Das ist Schnurball

Du bist auf der Suche nach einem Sportspiel, bei dem wirklich alle deine Schüler:innen sofort mitmachen können? Dann entdecke Schnurball oder auch Ball über Schnur. Der große Zauber liegt in der Einfachheit – Werfen und Fangen. Hier muss niemand komplexe Techniken beherrschen. Wie du Schnurball im Schulsport spielst und welche tollen Varianten es dazu gibt, liest du in diesem Beitrag.

Das erwartet dich hier:

 

Was ist Schnurball? 

Schnurball ist ein dynamisches Wurf- und Fangspiel, das stark an Volleyball erinnert. Der entscheidende Unterschied ist die Technik. Während der Ball beim Volleyball gepritscht oder gebaggert wird, darfst du den Ball beim Schnurball fangen und werfen. Ziel ist es, den Ball so geschickt über die gespannte Schnur in der Mitte des Spielfelds zu spielen, dass das gegnerische Team den Ball nicht zurückspielen kann.

 

Spielfeld, Spieler:innen und Equipment

Üblicherweise wird Schnurball auf einem klassischen Volleyballfeld der Größe 18x9 m gespielt. Dabei stehen sich meistens 4 bis 6 Spieler:innen pro Team gegenüber. Im Schulsport oder als Sportspiel kannst du Schnurball mit beliebig vielen Personen spielen. Eine tolle Idee für große Klassen, denn nach jedem Punkt wird 1 Person pro Team gewechselt. In der Mitte des Spielfelds befindet sich die Schnur auf einer Höhe von 1,80 m bis 2,24 m. Wichtig ist, dass sie hoch genug gespannt ist, um eine fliegende Kurve (Parabel) des Balls zu erzwingen.

++ Schnur: Eine Zauberschnur, ein langes Sprungseil oder ein herkömmliches Volleyballnetz wird an 2 stabilen Sprungständern oder Universal-Pfosten gespannt.

++ Ball: Ideal sind ein Volleyball, ein leichter Methodikball oder ein gut greifbarer Weichschaumball in Volleyballgröße.

 

Die Schnurball-Regeln für den Schulsport

Jedes Kind kann fangen und werfen, was sofortige Inklusion und Erfolgserlebnisse schafft. Die Regeln von Ball-über-die-Schnur sind denkbar einfach:

- Beim Aufschlag wird der Ball von der hinteren Spielfeldlinie über die Schnur ins gegnerische Feld geworfen.

- Das gegnerische Team muss den Ball fangen, bevor er den Boden berührt.

- Mit dem Ball in der Hand darf nicht gelaufen werden.

- Es ist erlaubt, einen Ausfallschritt mit dem Ball in der Hand zu machen.

- Der Ball darf innerhalb des eigenen Teams gepasst werden, bevor er wieder über die Schnur geworfen werden muss.

- 1 Punkt wird erzielt, wenn der Ball auf dem Boden der gegnerischen Feldhälfte landet, unter der Schnur hindurchfliegt oder vom gegnerischen Team ins „Aus“ geworfen wird.

- Nach jedem Punkt erfolgt ein Aufschlag aus der eigenen Hälfte.

 

8 Schnurball-Varianten für unterschiedliche Altersgruppen

++ Klassisches Schnurball: Der Ball darf 1-mal aufspringen, bevor er zurückgespielt wird.

++ Volleyball-Variante: Der Ball darf den Boden nicht berühren. Ziel ist es, ihn mit beiden Händen über die Schnur zu spielen – eine gute Vorbereitung auf Volleyball.

++ Tennis-Schnurball: Es wird mit kleineren Bällen und Schlägern gespielt.

++ Zonen-Schnurball: Jede:r bekommt eine feste Position und darf diese Zone nicht verlassen.

++ Power-Schnurball (für ältere Klassen): Schnellere Bälle, kein Aufspringen erlaubt und feste Rotationsregeln.

++ Blind-Schnurball: Hänge blickdichte Tücher oder Decken über das Netz. Die Teams sehen nicht, wann und wo der Ball herüberkommt.

++ 2-Ball-Schnurball: Es wird zeitgleich mit 2 Bällen gespielt.

++ Sitz-Schnurball: Alle Spieler:innen sitzen auf dem Boden und dürfen sich nur rutschend fortbewegen.

 

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